Kimono. Fukumi und Yoko Shimura I Japonismus: Bröhan Museum Berlin bis 6.September 2015

In einer umfangreichen Ausstellung zeigt das Böhan Museum Berlin zeitgenössische Kimonos zusammen mit Objekten des Japonismus. Die japanischen Textilkünstlerinnen Fukumi und Yoko Shimura verbinden mit ihren Kimonos Tradition und Moderne, ihre Entwürfe aus Seiden- und anderen Naturfasern färben sie auf rein natürlicher Basis. In der Ausstellung sind die Kimonos umgeben von Objekten, Fotografien und Grafiken aus der Zeit des Jugendstils. Die Auseinandersetzung mit japanischer Ästhetik war um 1890 eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entstehung dieser neuen Stilrichtung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie stark Japan die Kunst um 1900 in allen Bereichen – Fotografie, Grafik, Malerei oder Angewandte Kunst – beeinflusst hat. In Verbindung mit den Kimonos von Fukumi und Yoko Shimura entsteht ein spannender Dialog zwischen dem Jugendstil und der modernen japanischen Textilkunst. (Pressetext)

Fukumi Shimura, Kyoto-Preisträgerin 2014 und ihre Tochter Yôko sind japanische Textilkünstlerinnen. Sie färben mit Pflanzenfarben feinstes Seidengarn, aus dem sie Kimonos per Hand weben. Fukumi Shimura trägt u.a. den Titel „Lebender Nationalschatz“, der ihr 1990 für die Erhaltung des immateriellen Kulturguts „Färben und Weben von Japanseide“ von der japanischen Regierung verliehen wurde. Fukumi und Yôko Shimura arbeiten mit ihrem Team in Kyoto, wo sie mit „Ars Shimura“ außerdem eine Ausbildungsstätte betreiben. Dort vermitteln sie nicht nur die Handwerkskunst des Färbens und Webens von Japanseide, sondern auch die ganzheitliche Philosophie, die ihre herausragende künstlerische Arbeit prägt. (Text UDK Berlin)

Die Qualität der Textilien, ihre Feinheit, Färbung und Konstruktion ist geradezu bezaubernd und von ganz besonderer Art. Die Präsenz und Wirkung der Kimonos in dieser Ausstellung vermittelt Ehrfurcht vor einem aussergewöhnlichen Können, das alles in sich vereint. Natürlich ist auch der kuratorische Versuch, den Japonismus als Enfluss auf die Entstehung des Jugendstils legitim. und nachvollziehbar. Doch die Dominanz der Hauptakteure, der Kimonos von Fukumi und Yôko Shimura, stellt alles andere dieser Ausstellung in den Hintergrund.

Vortrag „Die Entwicklung der KIMONO von der Antike bis in die Gegenwart sowie die Eigenschaften japanischer Kultur“,

Frau Prof. Sachiko Takeda
Freitag, 28.8.2015, 19 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter kultur@jdzb.de

Bröhan Museum, Schloßstraße 1a, 14059 Berlin, http://www.broehan-museum.de/

Öffnungszeiten: Di bis So · 10:00–18:00

Advertisements