Deutsches Design 1949 – 1989: Dresden bis 20.02.2021

Design aus Deutschland erlangte zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Nach 1949 nahm es einen einzigartigen Verlauf: In den zwei Teilen des gespaltenen Landes setzte sich die Entwicklung der Vorkriegszeit unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen fort. Gemeinsam mit dem Vitra Design Museum präsentiert das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einer großen Gesamtschau die deutsche Designgeschichte der Nachkriegszeit. Dabei werden die unterschiedlichen Lebenswelten, aber auch die Parallelen und Querbezüge zwischen Design in Ost und West deutlich.

Der außergewöhnliche Fall der doppelten Geschichte zeigt auf, welchen Stellenwert Design unter verschiedenen materiellen und gesellschaftlichen Bedingungen hatte. Im ersten Ausstellungsbereich geht es deshalb um Gestaltung in beiden Staaten als Instrument politischer Propaganda und Werkzeug für die jeweilige Identitätsbildung. Zudem werden Objekte vorgestellt, die eine Verbindung zwischen beiden Staaten aufzeigen. Das Anknüpfen an die Ideen der Moderne oder wirtschaftlicher Transfer waren auf beiden Seiten der Mauer relevant. Die Ausstellung bricht mit der Darstellung bisheriger Retrospektiven und Publikationen zu „deutschem“ Design, die der ostdeutschen Designkultur selten eine eigene Bedeutung zugestanden hat. (Pressetext)

Kunsthalle im Lipsiusbau
Georg-Treu-Platz 1
01067 Dresden

Öffnungszeiten: täglich 10—17 Uhr, Montag geschlossen

DeutschesDesignPublDeutsches Design 1949-1989 – zwei Länder, eine Geschichte

Herausgegeben vom Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Vitra Design Museum und der Wüstenrot Stiftung, Mateo Kries, Thomas A. Geisler, Erika Pinner, Klára Němečková, Softcover mit Klappen, 320 Seiten, ca. 380 Bilder, 59,90 €, ISBN 978-3-945852-43-9 (DE)/978-3-945852-44-6 (EN)