Parcours Céramique Carougeois feiert seinen 30. Jubiläum: Carouge (CH) vom 28.09. bis 06.10.2019

Diese internationale Veranstaltung nutzt die Gelegenheit, den Begriff der Tradition in der zeitgenössischen Keramik in Bezug auf künstlerische Referenzen und Techniken zu überdenken. In Zusammenarbeit mit renommierten Partnern stellt der PCC seine Konstellation außerhalb der sardischen Stadt nach Originalprojekten dar. Wenn es einen Bereich gibt, der die Welt der Kunst heute bewegt, handelt es sich um zeitgenössische Keramik. Querschnittsprojekte, grenzüberschreitende Kooperationen, vielfältige Techniken und Ansätze: Keramik zeigt außergewöhnliche Vitalität. Der Stempel des Traditionellen macht renommierten Galerien und großen Messen für zeitgenössische Kunst keine Angst mehr.

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Lauren_Nauman Lines porcelaine, 30x25x25cm 2018 | Foto Sylvain_Deleu

„Es wäre falsch zu sagen, dass Keramik wieder Mode wird“, sagte Emilie Fargues, Co-Vorsitzende der Bruckner-Stiftung, einer Institution, die sich auf die Förderung von Keramik spezialisiert hat. „Keramik ist per definitionem ein zeitloses Medium und wird immer einen Platz in der künstlerischen Produktion haben. Aber die gegenwärtige Ästhetik bevorzugt das Handgemachte und das Rohmaterial, zweifellos als Reaktion auf die Unmittelbarkeit und die Virtualität der digitalen Medien.“

Die Rückkehr der Tradition

Die Tradition inspiriert weiterhin die Schöpfer. Auch der Keramikparcours Carougeois stellt dieses Konzept anlässlich seiner 30-jährigen Geschichte in den Mittelpunkt seiner Programmgestaltung. Wie integrieren zeitgenössische Künstler Tradition in ihre Werke? Wie bestätigen oder leiten sie sie in ihrer Praxis um? Diese Fragen sind in der 16. Ausgabe des CDP vom 28. September bis 6. Oktober zu beantworten. „Tradition ist das Gegenteil von Traditionalismus“, sagt Emilie Fargues erneut. Es ist per Definition lebendig. Die Künstler, die dieses Jahr  ausgewählt wurden, tun dies manchmal mit Verspieltheit, manchmal mit Ehrfurcht, immer mit einer persönlichen Herangehensweise, die es ermöglicht, eine neue Zeitgenossenschaft zu atmen. Dies gilt insbesondere für den Dänen Manuel Canu, dessen Installationen und architektonische Skulpturen aus Lehmsteinerde im Barockstil die zentrale Ausstellung in den Halles de la Fonderie bilden. Oder der niederländische Künstler Olivier van Herpt, der die altehrwürdige Kunst der Keramik mit einem 3D-Drucker aufgreift

Loul_Combres_cuissonDie Höhepunkte der 16. Ausgabe des Parcours Céramique Carougeois zu seinem 30 Jubiläum haben ihm Anerkennung in der regionalen und internationalen Kunstszene eingebracht. Dieses emblematische Festival der zeitgenössischen Keramikproduktion ist seinen Ursprüngen treu geblieben und bekräftigt seinen Wunsch, ein geselliges Programm mit einem hohen Qualitätsanspruch zu verbinden. Am Freitag, den 4. Oktober, wird die Öffentlichkeit eingeladen, dieses Jubiläum auf dem Platz de Sardaigne in Carouge zu feiern, um das spektakuläre Brennen einer monumentalen partizipativen Arbeit unter der Leitung des Keramikers Loul Combres zu feiern. Viele andere Veranstaltungen bieten Amateuren die Möglichkeit, sich über Keramik zu informieren, ihr Wissen zu vertiefen und Künstler kennenzulernen.

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Li-Zeng_Bodhi-Dharma, den Bach überquerend 54x48x24cm, 2012

Weitere Höhepunkte dieser 16. Ausgabe sind die exklusiven Auftritte des Chinese Ceramic Art Project in der Schweiz, mit dem die chinesische Keramik im Ausland durch Ausstellungen, Screenings und Demonstrationen beworben werden soll. Unter der Leitung des Direktors der Guangzhou Academy of Fine Arts, Hongyu Tan, werden in diesem Projekt eine Reihe seiner Filme im Halles de la Fonderie und eine Ausstellung zweier chinesischer Meister gezeigt, die den Film begleiten. Regisseur, die Brüder Peng und Li Zeng.

 

Die Ereignisse außerhalb von Carouge

Auch in diesem Jahr glänzt der PCC durch Museumspartnerschaften und neue Kooperationen mit Ausstellungen und Veranstaltungen, darunter das Museum von Carouge, das Museum Ariana und die Baur-Stiftung. Der PCC zeigt auch zwei innovative Ausstellungen in der Kugler-Fabrik:  Five Cubed, ein Vorschlag von Monique Deul, Direktorin von Taste Contemporary, und das ECART-Projekt, an dem CERCCO (Zentrum für Experimentieren und Entwerfen in zeitgenössischer Keramik HEAD) das im Flux Laboratory vorgestellt wird.

http://www.parcoursceramiquecarougeois.ch

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