WIR MACHEN NACH HALLE – Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks: Halle vom 18. 11. 2018 bis 24. 02. 2019

Erstmals vereint eine Ausstellung Hauptwerke der Keramikerin Marguerite Friedlaender (1896—1985) und des Bildhauers Gerhard Marcks (1898—1981) am Ort ihrer Entstehung, darunter auch bislang verloren geglaubte Arbeiten.  Anhand von Leihgaben aus zahlreichen Museen und Sammlungen wird deutlich, wie sich die am Bauhaus begründete einzigartige Künstlerfreundschaft in Halle festigt und – getragen von den gleichen Ansichten über die Bedeutung der schöpferischen Kräfte des Handwerks und die Werte von Tradition und individueller Freiheit – in ihrem Werk spiegelt. Die gemeinsamen Jahre in Halle waren für beide eine ausgesprochen schöpferische Zeit, die ihr Oeuvre nachhaltig geprägt hat.

Die von Renate Luckner-Bien und Katja Schneider kuratierte Ausstellung findet im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus“ statt und entstand in enger Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus in Bremen und wird dort vom 14. 03. bis 28.07. 2019 in modifizierter Form zu sehen sein.

Gezeigt wird auch die lebensgroße Plastik „Thüringer Venus“ von Gerhard Marcks aus dem Jahr 1930. Sie gilt als Schlüsselwerk des Bildhauers. Sie entstand nach der spätexpressionistischen Phase seiner Bauhaus-Zeit unter dem Eindruck der ersten Griechenlandreise und verkörpert seine in Halle erarbeiteten neuen Positionen: tektonische Strenge, Blockhaftigkeit und Wirklichkeitsnähe. Den Antike-Bezug verbindet Marcks mit einem Motiv christlicher Mythologie: Eva mit dem Apfel als Inkarnation von Weiblichkeit. Für dieses lebensbejahende und sinnliche Bild einer schönen jungen Frau stand ihm das Dienstmädchen der Familie Modell. (Pressetete)

Kunsthalle Talstrasse

Talstraße 23
06120 Halle (Saale)

Öffnungszeiten
Di-Fr | 14-19 Uhr
Sa, So | 14-18 Uhr
Feiertage | 14-18 Uhr