Gustave Revilliod (1817-1890), ein weltoffener Mann & come on baby light my fire: Genf (CH) vom 02.11.2018 bis 02. 06.2019

Fayencen Saal, Ariana Museum Genf Ende 19.Jh, unbek. Fotograf, BGE, CIG, Inv. VG P 1027

Der Genfer Gustave Revilliod, der 1817 in der Stadt Calvin geboren und 1890 in Kairo gestorben ist, war ein außergewöhnlicher Mann. Er war ein unermüdlicher Reisender, ein „homme de lettres“ und ein aufgeklärter Philanthrop. Sein Lebenswerk ist zweifellos das Ariana-Museum, das er errichten lies um seine Sammlungen so unterzubringen, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Er taufte das Gebäude „Ariana“ zu Ehren seiner geliebten Mutter Ariane.

Gemälde und Skulpturen, Uhren, Schmuck, Waffen, Medaillen, Möbel, Keramik, Glas, Glasmalereien, Kuriositäten, die er von seiner Weltreise mitbrachte, und eine beeindruckende Bibliothek: diese Sammlung von mehr als 30.000 Objekten, von Gustave Revilliod assistiert von seinem treuen Steward und Freund Godefroy Sidler zusammengestellt,  beeindruckt. Sie dokumentiert die Zeiten, Kontinente und Techniken. Das Museum, das 1884 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, und seine Sammlungen erfuhr die uneingeschränkte Bewunderung seiner Zeitgenossen.
Mit einem ehrgeizigen Projekt und mit Unterstützung zahlreicher Kooperationen würdigt das Ariana Museum, heute das Schweizerische Keramik- und Glasmuseum, dieses großartige Erbe. Die Ausstellung erinnert an das Museum des 19. Jahrhunderts, indem sie erstaunliche Werke versammelt, die heute eigentlich auf verschiedene Museen und lokale öffentliche Bibliotheken verteilt sind.

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„come on baby light my fire“

Das Musée Ariana hat die beiden langjährigen Kenner und Sammler keramischer
Kunst, Roswitha Schild, Kunsthistorikerin, und Hanspeter Dähler, Galerist, beauftragt, begleitend zur umfangreichen Ausstellung « Gustave Revilliod (1817-1890), ein weltoffener Mann» eine Ausstellung mit Werken der zeitgenössischen Keramik aus der Sammlung des Museums zu kuratieren.

Im Sinne des Museumsgründers haben sie sich bei der Auswahl der Werke auf Schenkungen von leidenschaftlichen Sammlerinnen und Sammlern, grosszügigen Mäzeninnen und Mäzenen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Institutionen beschränkt. Persönliche Vorlieben spielten dabei ebenso eine Rolle wie der Wunsch, die Vielfalt und die Bandbreite formaler wie technischer Möglichkeiten abzubilden. Ihr Hauptaugenmerk galt sowohl bei den skulpturalen wie bei den gefässartigen Werken der künstlerischen Aussage und der Qualität, mit der Hoffnung und dem Ziel, bei den Besucherinnen und Besuchern das Feuer für den keramischen Kosmos zu entfachen. Letztlich mögen die ausgestellten Werke in ästhetische Dialoge treten und so unerwartete Perspektiven eröffnen. (Pressetext)

 

Musée Ariana
Avenue de la Paix 10
1202 Genève

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr