16. Erfurter Schmucksymposium: Erfurt vom 26. 08. bis 10. 09. 2017

Mit dem Begriff der Reformation verbindet man in unserem Kulturkreis zunächst die nun bald 500 Jahre währende, kirchliche Erneuerungsbewegung unter Martin Luther und anderen „Reformatoren“, die zwischen 1517 bis 1648 zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen führte.

Aus anfänglich theologischen Reformgedanken sind neben der Idee eines freien, persönlichen Glaubens, also eines spirituellen Einzelnen in einem übergeordnetem Ganzen, auch gesamtgesellschaftliche Konsequenzen erwachsen. Diese Form der Reformation ist nicht mehr festzumachen an religiösen oder historischen Themen, sie steht allgemein für Erneuerung, Neuordnung, im üblichen Falle eine Rückbesinnung auf Bewährtes, im optimalen vielleicht sogar vorübergehend Sinnhaftes. Reformation ist also ein lebendiger Teil im politischen und ökonomischen Diskurs unserer Gesellschaft und hat nicht zuletzt auch einen großen Einfluss auf die Kunst.

RE/FORMATION bedeutet also Wiederherstellung und Erneuerung. Ist die heutige Welt bereit für eine Erneuerung? Gerade in herausfordernden Zeiten müssen wir die guten Zeiten für die Kunst sehen und an einem sehr guten internationalen Format, wie dem ERFURTER SCHMUCKSYMPOSIUM, festhalten. Unter dem Begriff RE/FORMATION verstehen wir die Fähigkeit, die Inhalte immer wieder zu überprüfen, zu erweitern und den aktuellen Möglichkeiten und Plattformen anzupassen. Luthers Grundgedanke, die Kirche als Institution zu entstauben und den Glauben von falschen Lehren und überflüssigen Riten zu befreien, kann im weitesten Sinne auch auf die künstlerische Arbeit übertragen werden und auf das Symposium selbst.

Die Festplatte neu formatieren?
Für das 16. ERFURTER SCHMUCKSYMPOSIUM gilt ebenso die ganz formale bzw. persönliche Interpretation des Reformgedankens und dessen Bedeutung in aktuellen Themen aus Politik, Gesellschaft, Religion etc. Die Teilnehmer werden die vielfältigen, oft erstaunlich aktuellen Facetten des Begriffes RE/FORMATION ausloten, definieren, dokumentieren und die Ergebnisse auf zeitgemäße Art präsentieren.

Das Jubiläum Luther 2017 – 500 Jahre Reformation, bei dem viele internationale Gäste erwartet werden, bietet dem ERFURTER SCHMUCKSYMPOSIUM die ideale Plattform für Arbeit und Präsentation der Schmuckkunst außerhalb des gewohnten Rahmens. (Pressetext)

RE/FORMATION

26. August bis 10. September 2017
Symposium in den Künstlerwerkstätten der Stadt Erfurt
10. September bis 15. Oktober 2017
Ausstellung in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt
http://picbear.com/erfurter.schmucksymposium

Teilnehmer

Eun Mi Chun, Südkorea

Bettina Dittlmann, Deutschland

Bernhard Elsässer, Deutschland

Anne Lengnink, Deutschland

Selen Özus, Türkei

Mandy Rasch, Deutschland

Karola Torkos, Deutschland

Martin Verner, Tschechien

Maria Militsi, Griechenland/Großbritannien

 

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