Johannes Nagel: Berlin vom 28.04. bis 25.06.2016

David Pye sagt: „Jedes Ding, das wir konstruieren und herstellen, ist etwas Behelfsmäßiges, etwas Improvisiertes, etwas Unpassendes und Provisorisches“.

Bei den in Berliner Galerie Brutto Gusto ausgestellten Arbeiten von Johannes Nagel ist das Improvisierte und Provisorische ein ganz konkretes Thema. Die einzelnen Objekte sind in sich abgeschlossen, das Porzellan ist bemalt und gebrannt. Die meisten Objekte sind irgendwie Gefäße. Was sind sie noch? Der Versuch die Assoziationen zu verwirren, die Technik und Material hervorrufen oder die Erwartungen an das Weiss von Porzellan zu stören. Manchmal konstruktives Zusammensetzen, manchmal mutwillige Zerstörung, manchmal Vase, manchmal Fragment und entfremdetes Objekt. 
Improvisiert ist der Umgang mit dem Material, die Art und Weise wie die Formen entstanden sind – gesägt, ausgegraben, gestapelt, gefunden und aufgemalt. Provisorisch wirken die Nähte, die Schnittstellen, die Farbkleckse und unvollständigen Malereien indem  sie vom fertigen Objekt auf den Moment der Bearbeitung verweisen. Nicht die Perfektion der endgültigen Formulierung ist das Ziel sondern die formulierte Idee über die Entwicklung der Dinge.

Was für eine Funktion haben Gefäße heute, was kann ihr Inhalt sein?

Selten habe ich dabei an Blumen gedacht.

Johannes Nagel 2011

Brutto Gusto_fine arts
Torstraße 175
10115 Berlin

Geöffnet:
Montag bis Freitag 10 – 19 Uhr
Samstag 10 – 18 Uhr

Bildschirmfoto 2016-04-28 um 17.02.17
Johannes Nagel
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