„Die Ausgabe 2026–27 der Textilbiennale von Clermont-Ferrand hat sich zum Ziel gesetzt, die Schönheit der Welt an all jenen Orten zu erkunden, an denen wir sie am wenigsten erwarten. Sie möchte sich anderen Sensibilitäten und anderen Ästhetiken öffnen. Sie möchte die Betrachter dazu einladen, mit den Worten von Arthur Rimbaud das zu sehen, was die Menschheit manchmal zu sehen glaubte. In einer Welt, in der Nationalismus und Isolationismus mehr denn je zunehmen, schien es uns, dass der einzige Weg, das von Édouard Glissant erträumte globale Ganzes zu schaffen, darin besteht, das Wort ‚Schönheit‘ im Plural zu konjugieren und dabei alle Sprachen und alle Empfindungen einzubeziehen. Und Textilien scheinen das geeignetste Medium zu sein, um eine von allen Konzepten befreite Schönheit zu vermitteln. Textilien werden nicht erdacht; sie werden aus Fasern und Mustern aus aller Welt gewebt. Sie führen uns in diese Schönheit der Welt ein, deren Hüter Kaiser Hadrian sein wollte, wie Marguerite Yourcenar uns erzählte.“ ( Simon Njami – Präsident von HS_Projets)

Im Jahr 2026 präsentiert die Textilbiennale – Clermont-Ferrand:
Eine Ausstellung mit dem Titel „Beauty(s)“, die in einem Dutzend Kulturstätten der Stadt Clermont-Ferrand gezeigt werden, sowie eine gleichnamige internationale Ausstellung im Kunstmuseum Roger-Quilliot in Clermont Auvergne Métropole. Eine breitere Präsenz in sechs Départements (Puy-de-Dôme, Haute-Loire, Loire, Allier, Rhône und Isère) der Region Auvergne-Rhône-Alpes sowie in Aubusson im Département Creuse. Ein sechsmonatiges Veranstaltungsprogramm. Insgesamt werden 120 Künstler aus 24 verschiedenen Ländern ihre Werke auf der Textilbiennale präsentieren, darunter 50 in Clermont-Ferrand.
Die Textilbiennale, früher bekannt als „Internationales Festival für außergewöhnliche Textilien“ (FITE), erfindet sich mit jeder Ausgabe neu, indem sie eine Partnerschaft mit einer neuen internationalen Organisation eingeht, bevor sie in das Land dieses Partners reist. Sie ist die einzige Biennale weltweit, die nach diesem Prinzip funktioniert. Alle zwei Jahre setzen sich Künstler aus fünf Kontinenten gemeinsam mit einem wiederkehrenden Thema auseinander und greifen dabei auf die Textilsammlungen des Kunstmuseums Roger-Quilliot, der Metropolregion Clermont Auvergne sowie auf die Sammlungen des neuen Partners zurück.
Die Ziele der Biennale sind es, die Welt zu verändern, ein Erlebnis zu schaffen, das unsere Wahrnehmung des Menschen verändert, und durch das Wirken der Künstler zu einer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Dynamik beizutragen.
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