MOONLIKE: London vom 08.02. bis 24.03.2019

Galerie SO präsentiert mit der Gruppenausstellung „Moonlike“ eine große Auswahl an Objekten und Gefässen von 10 namhaften, international erfolgreichen Silberschmieden: Peter Bauhuis (GER), David Bielander (SUI), Rudolf Bott (GER), David Clarke (Großbritannien), Patrick Davison (Großbritannien), Anders Ljungberg (SWE), Michael Rowe (Großbritannien), Tore Svensson (SWE), Simone Ten Hompel (GER), Max Warren (UK).
Diese Schau bietet einen umfassenden Überblick über Arbeiten, die in unterschiedlichen Materialien und Techniken hergestellt wurden. Einige sind in Silber, aber auch Stahl, Kupfer und aus anderen Metallen. Einige sind gegossen oder geschmiedet, ihre Oberflächen glänzend oder matt. Die Bandbreite möglicher Ansätze erlaubt einen Blick auf die gegensätzlichen kreativen Konzepte der an der Show beteiligten Künstler. Max Warren, Peter Bauhuis und Patrick Davison nehmen eine alchemistische Haltung ein. Bauhuis verwendet verschiedene Legierungen und setzt diese sehr versiert im Prozess des Gießens und Schmelzens ein, wobei die Ergebnisse in Bezug auf Farbe, Oberfläche und Form völlig überraschend sind.

Das Gewohnte, Überflüssige und Triviale wird in den Arbeiten von Rudolf Bott, Anders Ljungberg, David Bielander und David Clarke zum Besonderen. Ihr Einsatz von Metall lässt aus ihrer Bezugnahmen auf bekannte Dekorationsobjekte und Funktionswerkzeuge zu etwas ganz Anderes entstehen. Ein deutliches Beispiel dafür sind David Bielanders akribische Repliken von gewöhnlichen Papiertüten in patiniertem Silber. Oder David Clarkes Figuren, für die Zinn direkt in keramische Formem gegossen wurden die er dann zertrümmerte um durch einen erneuten Guss deren innere Leere sichtbar zu machen. Die Ausrucksformen der Metallschmiede, Simone Ten Hompel und Tore Svensson, haben eine Eloquenz, die keine Narrative oder gar kodifizierte Bedeutungen braucht.

Ihre handwerklichen Konzepte nutzen sie als Kommunikationsmittel, als Sprache einer formalen, inneren Logik ihrer Kunstwerke. Simone Ten Hompels Vorgehen gleicht einem Gespräch mit Metall, das als formales Vokabular vertrautes Alltagsgerät verwendet, um Objekte zu schaffen, die ein Verständnis erfordern, das sowohl taktil als auch mental ist.
In ähnlicher Weise konzentriert sich Tore Svensson auf die elementare Form der Schüssel, die sich kaum in Größe und Form ändert, und schlägt den Stahl tausendfach mit einem Hammer in ihre Form. Mit Leinöl gebrannt, wird das Eisen schwarz. Der Künstler betrachtet seine Schalen als „Objekte der Kontemplation, als Bewahrer für Ihre Gedanken.“ Michael Rowe interessiert sich auch für die Erstellung von Hohlwaren zur Kontemplation, die von jeder Funktionalität befreit sind. Im Fall der dekonstruierten Box in „Hinter Glas Nr. 1“ (2009) untersucht Rowe, wie Formgebung im Spannungsfeld zwischen kartesischer Geometrie und dem emotionalen Raum des Betrachters erreicht wird. (freie Übertragung des englischen Pressetextes)

Galerie SO
92 Brick Lane
London E1 6RL
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Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstagt : 12 – 18  Uhr, Sonntag : 12 – 17 Uhr