Von A nach O – Barbara Schmidt: Halle (Saale) bis zum 30.09.2018

Eine Ausstellung der Landeskunstpreisträgerin Barbara Schmidt mit kulinarischen Experimenten zum Mitmachen. Nach den Landeskunstpreisträgern Thomas Rug (2012), Franca Bartholomäi (2014) und Marc Fromm (2016) präsentiert die Landeskunststiftung vom 1.- 30 September 2018 in einer umfassenden Werkschau das Lebenswerk der Porzellandesignerin Barbara Schmidt.

Barbara Schmidt hat im Bereich Porzellan und Keramik Werke geschaffen, die in der Designgeschichte Weichen gestellt haben. Sie gehört zur mittleren Generation heute erfolgreicher Designer, die ihre ethische und gestalterisch-künstlerische Prägung an der Burg Giebichenstein erfahren haben. Ihre Arbeit als Porzellan-Designerin vor allem für die Firma Kahla wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnet. Auch als Professorin an den Kunsthochschulen in Halle, Berlin und Hamburg ist sie seit Jahren erfolgreich.

Beginnend von ihrem allerersten Service „Aronda“ zeigt die Ausstellung den Weg bis zu ihrem letzten Geschirr „O“ mit herausragenden Einzelstücken aus allen Kollektionen.

Die Ausstellung wird den Fragen nachgehen: Wie entsteht eine Form? Wie verhält sie sich zum Material? Wie kann das Verhalten eines Materials in ein anderes übersetzt werden? In welcher Beziehung stehen Porzellan und essbares Material zueinander? Wie nehmen wir beides wahr?

Im Mittelpunkt der Ausstellung wird die Serie „O“ stehen. Namensgebend für die Porzellanserie „O“ war die Technik des Origami – Oru = Falte. Das Prinzip Faltung, wie es auch vielfach in der Natur vorkommt, ermöglicht es, die für Geschirr optimale runde Form spannungsvoll zu gliedern. Auf den beiden so entstandenen Flächen entfaltet sich ein Spiel von Licht und Schatten und ein großer Freiraum für das Anrichten der Speisen. Die Serie „O“ ist sowohl für den Haushalts- als auch für den Gastronomie-Gebrauch gedacht. Die Porzellanserie „O“ wird sowohl mit ihrem Entwicklungsprozess und ihrer Verwendung gezeigt werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Papier und mit dem Anrichten von Speisen.

Ergänzend zu den zeitgenössischen Objekten werden von Barbara Schmidt ausgewählte prähistorische Keramikfunde von Schüsseln und Schalen aus dem Robertinum – Archäologisches Museum der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg gezeigt. Die Ausstellung präsentiert zudem Abschlussarbeiten von Studenten der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, die sich mit Keramik als Wahrnehmungswerkzeug für Essen befassten. In der Arbeit „Sensorium“ von Laura Görs geht es beispielsweise um die Verkostung von fermentierter Nahrung, bei „Fume“ von May Kukula um das Räuchern und Qianyu Zhu hat Objekte zum Probieren von Schokolade entwickelt.

Begleitend zur Ausstellung ist ein KunstKochbuch entstanden, welches die Entwürfe anhand von Kochrezepten vorstellt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung werden vormittags Workshops für Schulklassen angeboten. (Pressetext)
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11, 06108 Halle/Saale

Öffnungszeiten: Mi-So 14-18 Uhr