15. Richard-Bampi-Preis 2018: Fürstenberg vom 13.04. bis 27.05.2018

Der am 10. Juli 1965 verstorbene Keramiker Professor Richard Bampi hat die Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. zu seinem Erben eingesetzt mit der Auflage, aus dem hinterlassenen Vermögen den RICHARD-BAMPI-PREIS zu vergeben. Bedacht werden sollen nur künstlerisch hochbegabte, junge Keramiker, die selbständig in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten und des Preises würdig sind. Die Preisträger werden in einem Wettbewerb ermittelt

Die Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. verleiht zum 15.Mal den Richard-Bampi-Preis zur Förderung von Nachwuchskünstlern im Bereich der Keramikkunst. Dieser Preis zählt mit seiner Dotierung von € 12.000, zu den wertvollsten Keramkpreisen in Deutschland!

Eine mit Dr. Josef Straßer (Die Neue Sammlung, München), Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff, Anna Dorothea Klug (Richard-Bampi-Preisträgerin 2013), Keramikkünstler Lutz Könnecke und Dr. Christian Lechelt (Museum Schloss Fürstenberg) hochkarätig besetzte Jury entschied über die Preisvergabe. Als Austragungsort ist mit dem Museum Schloss Fürstenberg das innovativste Porzellanmuseum Deutschlands ausgewählt worden. Direktor Dr. Christian Lechelt wurde, wie alle anderen Jurymitglieder, gefragt:

Ein uraltes Schloss und moderne, zeitgenössische Keramikkunst – wie passt das in Ihren Augen zusammen?
„Es handelt sich ja nicht um irgendein Gebäude, sondern um das Schloss Fürstenberg – Geburtsstätte der zweitältesten, nach wie vor existierenden Porzellanmanufaktur in Deutschland. Heute ist man es gewöhnt, mit nostalgischer Rührung auf solche Gründungsgeschichten zu blicken. Doch als 1747 die Porzellanmanufaktur in die alten Mauern einzog, war der Kontrast für die Zeitgenossen wenigstens genauso groß. Porzellanherstellung war im 18. Jahrhundert eine der modernsten Hochtechnologien. Deshalb ist es nur konsequent, dass jetzt Künstler der Gegenwart in das Museum einziehen und, umrahmt von den baulichen Relikten der Vergangenheit, in ihrer Kunst Gedanken über das Heute ausdrücken. Der Konnex besteht außerdem im Material, der Keramik.“ (Alle Interviews lesen Sie HIER)

Im Anschluss an die Preisverleihung am Freitag den 13.April 2018 werden die prämierten und eingereichten Werke in einer Sonderausstellung bis zum 27.Mai 2018 präsentiert. Es gab 29 Bewerbungen, 26 haben tatsächlich eingereicht. Davon sind 10 in die Ausstellung übernommen worden. Zwei Keramikkünstler wurden ausgezeichnet:

Paul Simon Heyduck mit einem 2. Preis: der 1987 geborene Heyduck studiert freie Kunst am Institut für künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen und setzt sich mit Materie auseinander. Viele Herangehensweisen zu denen er durch die Arbeit mit Programmcode und 3d Software gekommen ist kann er auf seine keramischen Gestaltungsprozesse übertragen. Rohmineralien erscheinen ihm wie Rechenbausteine die im Brennofen miteinander interagieren und sich dabei einem digitalen, generativen System sehr ähnlich verhalten.

Sarah Pschorn, 1989 in Dresden geboren,  erhielt eine  Belobigung: Sie sieht ihre Werke als ein Statement zugunsten von Süße und Sentimentalität. Sie veranschaulichen die spielerische Endtdeckung des Raumes zwischen Freude und Melancholie, möchte sich in Details sowie charakteristischen Formen verlieren und die Natur von Unbeständigkeit vermitteln.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG
Meinbrexener Straße 2
37699 Fürstenberg