Exempla – Handwerk und das kulturelle Erbe: München, IHM vom 07. bis 13. März 2018

Seit einigen Jahren rückt das Handwerk als kultureller Wert in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Vor allem seit Ratifizierung der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes im Jahr 2003 ist das allgemeine Interesse der Forschung am Handwerk gestiegen, da jetzt auch Handwerkstechniken in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden.

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr erklärt und ruft alle Partner unter dem Motto „sharing heritage“ auf, mitzuwirken, um mit ihren Aktivitäten das Verbindende im kulturellen Erbe Europas zu erschließen.

Die Sonderschau Exempla widmet sich aus diesem aktuellen Anlass dem Thema „Handwerk und das kulturelle Erbe“.

Die Exempla 2018

Die „Exempla“ wird inhaltlich wichtige Merkmale einer Kultur des Handwerks vorstellen. Diese können sich im Bereich des Welterbes auf die Erhaltung und Pflege von Denkmälern beziehen, es können im Bereich des Immateriellen Kulturerbes die Erhaltung und Fortführung bestimmter Handwerkstechniken sein.

Als wesentliches Merkmal der handwerklichen Ausbildung soll auf das duale Ausbildungsprinzip hingewiesen werden. Zudem werden Mobilität, Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Individualität weitere Charakteristiken des Handwerks in der Sonderschau „Exempla 2018“ darstellen.

Mit dieser Auswahl möchte die „Exempla“ einen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 erbringen und zugleich auf das Handwerk in seiner kulturellen Bedeutung hinweisen.

Die Aussteller der Exempla  werden alle auf der Messe in ihre Arbeit einführen, in lebenden Werkstätten und für alle Fragen des Publikums zur Verfügung stehen. die Bandbreite der vorgestellten Gewerke sollen hier zwei Beispiele zeigen:

Die Die Dombauhütte des Aachener Kaiserdoms mit dem Dombaumeister Helmut Maintz zu Gast. Als erstem Baudenkmal Deutschlands wurde dem Aachener Dom 1978 von der UNESCO der Titel Weltkulturerbe verliehen. Umso mehr bedarf es immer wieder unterschiedlichster Anstrengungen, um dieses wundervolle Erbe zu erhalten.

In gut 30 Jahren wurde der Aachener Dom außen und innen in Stand gesetzt. Im Jahr 2017 wurden die Maßnahmen durch die Ersetzung des sechzehneckigen Bleidachs abgeschlossen. So konnten die vorhandenen Schäden behoben werden; viele Holzbalken, Natursteine und Fugen mussten erneuert werden, das Meiste konnte man jedoch retten und erhalten. Jetzt gilt es, alle Baukörper des Aachener Doms (Zentralbau und Kapellenkranz), die in diesen Jahren stabilisiert und saniert wurden, zu erhalten und zu pflegen.

Doch auch die Herstellung des japanischen Washi Papieres steht auf der Liste des immateriellen Erbes der UNESCO. Washi-Papiere sind besonders reiß- und knickfest, nahezu unbegrenzt faltbar und sehr alterungsbeständig. Verwendung findet es in der traditionellen Tuschmalerei; es wird aber auch in vielen anderen künstlerischen Bereichen eingesetzt, wie auch bei der Herstellung von japanischen Shōji-Schiebewänden. Seit Jahrzehnten ist es in der Papierrestaurierung, Buchbinderei und bei hochwertigen Handdrucken unverzichtbar. Es gibt heute in Japan noch ca. 160 Papiermachermeister. Professor Shibazaki ist ein Meister der Herstellung von Washi und wird die Besuche in dessen Herstellung einführen.

HIER findet man Informationen zu allen Ausstellern der Exempla 2018

 

Halle B1, Messegelände München

Öffnungszeiten: Mittwoch – Dienstag 09:30 – 18:00 UHR

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