HOMO FABER – Crafting a more human future: Venedig vom 14. bis 30.09.2018

Die Begeisterung für die Handwerkskünste treibt immer neue Blüten! Noch ist Zeit, aber einen ersten Hinweis auf dieses angebliche Großereignis des europäischen Kunsthandwerks möchte ich doch schon geben – Vorfreude soll ja die beste Freude sein!

Die „Michelangelo Stiftung für Kreativität und Handwerkskunst“ ist eine Schweizer Organisation, die sich auf internationalem Niveau der Förderung feiner Handwerkskunst widmet. Sie kündigte Ende 2017 an die erste große kulturelle Ausstellung, welche ausschließlich dem europäischen Kunsthandwerk gewidmet ist, im September 2018 zu präsentieren

Die Ausstellung mit dem Namen „Homo Faber“ wird die historisch und architektonisch wichtigen Gebäude auf dem Gelände der Giorgio Cini-Stiftung auf der Insel San Giorgio Maggiore füllen. Nicht nur in den Galerien, Büchereien und Kreuzgängen, sondern sogar den Zisternen werden exquisite Stücke ausgestellt, mit arbeitenden Künstlern vor Ort. Mit einer Fläche von 4.000 Quadratmetern ist diese Ausstellung die größte die jemals auf dem Gelände der Giorgio Cini-Stiftung stattgefunden hat.

Die Michelangelo Stiftung hat den Zweck, eine kulturelle Bewegung zu gründen, um die in meisterlicher Handwerkkunst verwurzelten Werte voranzutreiben. Sie bemüht sich, handwerkliche Kunst auf höchstem Niveau zu fördern und zu bewahren. Wie bereits der Name erkennen lässt, konzentriert sich die Stiftung hauptsächlich darauf, die Welten von Design und Handwerk enger zusammenzubringen, damit die Zukunft des Kunsthandwerks erhalten bleibt.

Homo Faber wurde von einem ausgesuchten Team aus Designern, Kuratoren und Architekten von Weltklasse gestaltet. Hier dürfen die besten Handwerker Europas ihr Können unter Beweis stellen. Unter anderem sind Persönlichkeiten wie Michele de Lucci, Stefano Boeri, India Mahdavi, Judith Clark, Jean Blanchaert und Stefano Micelli in diesem Team. Dies sind weitere Organisationen, welche die Vision der Michelangelo-Stiftung teilen: die Bettencourt Schueller-Stiftung, das Triennale Design Museum und die Cologni-Stiftung ‘für Metiers d’Art’. (Pressetext)

Als deutscher Partner wird auf der Internetplattform der Michelangelo Stiftung die Handwerkskammer Berlin genannt. Ich habe mich beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, Dr. Titus Kockel, erkundigt wie die Zusammenarbeit aussieht – denn hören und sehen tut man ja bisher noch nichts. Die Michelangelo Foundation hat sich letztes Jahr aktiv um eine Zusammenarbeit mit dem ZDH bemüht. Für Homo Faber hat der ZDH ihr eine Liste mit Nominierungen der Handwerkskammern und des BK – Bundesverband Kunsthandwerk – zukommen lassen, die derzeit geprüft werden. Der BK informierte den ZDH, daß er auch über WCC-Europe zusätzliche Nominierungen platziert hat. Doch der Termin „Homo Faber“ ist dem BK noch nicht einmal einen Eintrag in seinem online Jahresterminen wert… und über die Möglichkeiten einer deutschen Beteiligung dringt nichts nach aussen. Schade, wenn die deutsche Beteiligung auch bei diesem internationalen Event wieder so marginal ausfallen würde wie auch zu bereits vergangenen Gelegenheiten … sehr bedauerlich für das so herausragende deutsche Kunsthandwerk.

Ich werde in Zukunft weiter über dieses Ereignis berichten.

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