Hannah Ryggen – Woven Histories: Oxford bis 18.02.2018

Jul Kvale, Hannah Ryggen, 1956. Photo: Courtesy Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum. photo Anders S. Solberg / Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum © Hannah Ryggen / DACS 2017

Das Modernart Museum Oxford zeigt, in Kooperation mit dem Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum der norwegischen Region Süd-Tröndelag, eine umfassende Ausstellung der Arbeiten von Hannah Ryggen (1894 bis 1970) – einer der aussergewöhnlichsten skandinavischen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In dieser ersten größeren Ausstellung ihres Werkes im Vereinigten Königreich überblickt man ihre Karriere von einem frühen, 1914 gemalten Portrait bis zu den komplexen Tapisserien, die ihre ungewöhnliche Laufbahn seit 1920 charakterisieren.

Hannah Ryggen’s Arbeit zeigt ihre leidenschaftliche Antworten auf die sozio-politischen Ereignisse ihrer Zeit. Sie beschäftigte sich mit dem aufkommenden Faschismus (Ethiopia, 1935) und der Besetzung Norwegens durch die Nazis, unter Einbeziehung von dessen Einfluss auf ihrer eigene Familie (6 October 1942, 1943), nach dem 2.Weltkrieg mit der Zunahme nuklearer Macht (Mr Atom, 1952) und der medialen Präsenz des Vietnam Krieges  (Blood in the Grass, 1966).

Die intensive Auseinandersetzung der Künstlerin mit ihrer Umwelt bildet das Herz dieser Ausstellung, die einerseits ihre lebhaften Tapisserien und andererseits deren Entstehungsprozesse feiert.

Hannah Ryggen wurde 1894 im schwedischen Malmö geboren. Ihre Einführung in die Kunst erhielt sie in Abendklassen für Malerei, während sie als Lehrerin arbeitete. Doch erst nach einer Studienreise 1922 nach Dresden gab sie die Malerei zu Gunsten einer Karriere als Weberin auf. 1924 zog Hannah Ryggen mit ihrem Mann nach  Ørlandet, in eine abgeschiedene Region am norwegischen Trondheimsfjord. Hier brachte sie sich die verschiedenen, für das Tapisserie weben erforderlichen Techniken selber bei: vom kardieren und spinnen der Wolle bis zur Mischung natürlicher Färbebäder aus Färbemitteln ihrer Umgebung, aus Insekten, Pflanzen, Flechten und Rinden.

Während Hannah Ryggen’s Werke in einigen bedeutenden internationalen Ausstellungen der 50ger und 60 ger Jahre vertreten waren blieb sie ausserhalb Skandinaviens weitestgehend unbekannt. In jüngerer Zeit präsentierten die dOCUMENTA 13 in Kassel (2012) sowie eine großartige Retorpektive (Weaving the World, 2015/6) in des Nationalmuseums Oslo und im Moderna Museet in Malmö ihr faszinierendes Werk.  (frei nach dem englischen Pressetext)

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Ein umfassender Beitrag über das Werk von Hannah Ryggen auf der Homepage des Crafts Council

Modern Art Oxford
30 Pembroke St
Oxford OX1 1BP | England

Öffnungzeiten: Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, Sonntags von 12 bis 17 Uhr

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