Auto Didaktika: Zürich vom 16.03.2017 bis 18.02.2018

Inv. Nr. 31394, Modell eines zum Rallye-Auto umgebauten VW-Käfers, hergestellt von Gustave Poko Mulunga, (c) Kathrin Leuenberger 2016

Die einzigartige Drahtmodell-Sammlung des Schweizers Edmond Remondino dokumentiert eine frühe Phase des Drahtmodellbaus in Afrika, einer Handwerkskunst, die heute internationales Ansehen bei Sammlern und Forschern genießt. In den 1970er und 1980er Jahren schufen junge Modellbauer in Burundi faszinierende Miniaturen von Rennwagen, Flugzeugen und Helikoptern aus Draht, Blech und Kunststoff. Keineswegs aus Abfall, denn alte Blechdosen und Metalldraht gelten in Burundi als wichtige Rohstoffe des Handwerks – auch für Gebrauchsgegenstände.

In ihrer Auseinandersetzung mit der Formensprache der Originale und den technischen Herausforderungen ihres Nachbaus entwickelten die Hersteller als Autodidakten ihre ganz eigenen Kreationen wie z.B. den Rennwagen der „Rally du Burundi“. Damals wie heute begeistert die außergewöhnliche Ästhetik, changierend zwischen Minimalismus und comic-artiger Übertreibung.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Arnoldsche Art Publishers. Hier behandeln interdisziplinäre Aufsätze die Arbeiten der autodidaktisch arbeitenden Konstrukteure unter dem Aspekt der virtuosen Produktion, der Geschichte Burundis sowie vom Standpunkt des Industriedesigns und zeigen so neue Aspekte eines mehr als 40 Jahre alten Genres der afrikanischen Kunst.

Ausstellung AUTO-DIDAKTIKA 16.3.2017–18.2.2018

Völkerkundemuseum der Universität Zürich (CH)
Pelikanstrasse 40
8001 Zürich

Öffnungszeiten

Di / Mi / Fr: 10–17 Uhr
Do: 10–19 Uhr
Sa: 14–17 Uhr
So: 11–17 Uhr
Mo: geschlossen
Eintritt frei.