Tone Vigeland. Schmuck – Objekt – Skulptur: München vom 11.03. bis 11.06.2017

Tone Vigeland. Foto: Frode Pedersen

Skandinavischer Autorenschmuck ist ohne sie und ihre Arbeiten nicht vorstellbar. Tone Vigelands Schmuckobjekte waren bereits zu Beginn der 1960er Jahre fester Bestandteil heute längst legendär gewordener Ausstellungen und Publikationen wie etwa der 1961 in der Goldsmiths Hall London stattgefundenen Ausstellung „International Exhibition of Modern jewellery“, die die seinerzeit noch junge Kunstrichtung des Autorenschmucks erstmals einer Öffentlichkeit vorstellten. In ihrem 80. Lebensjahr richtet nun Die Neue Sammlung der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst ihre erste Einzelausstellung auf dem europäischen Kontinent außerhalb Skandinaviens aus – 50 Jahre nachdem 1967 ihre erste Solo-Ausstellung im Kunstnerneshus (Künstlerhaus) in Oslo stattfand.

Tone Vigelands markanten Objekte umschmeicheln den menschlichen Körper, bestechen durch ihre Größe und Volumina und sind doch aus einer Vielzahl kleinster, handgearbeiteter Teile zusammengesetzt: Aus Silberdraht gedrehte Röhrchen, exakt geschnittene Plättchen, winzige Kügelchen und Ösen sind unsichtbar miteinander verbunden; charakteristisch ist Vigelands Einsatz von stark oxidiertem, fast eisenschwarzem Silber und Stahl. Das Resultat ist Kunst am menschlichen Körper – hoch ästhetisch, in der Umsetzung perfekt und dabei immer tragbar. Rund 150 Schmuckobjekte von 1958 bis 2010 dokumentieren das wegweisende künstlerische Werk Tone Vigelands, ergänzt um eine Auswahl an Objekten und Skulpturen von 1998 bis heute, die erstmals in einer Ausstellung und Publikation in dieser Zusammenschau zu sehen sind. (Pressetext)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch bei Arnoldsche Art Publishers

 Die Neue Sammlung – The Design Museum, München

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Tone Vigeland, Halsschmuck (Silber, geschwärzt) 1985/2000. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo)
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