Friedrich Becker Preis 2017: Düsseldorf vom 04. bis 30.03.2017

Michael Becker, Collier Lapislazuli, 750/- Gold

Im Düsseldorfer Stadtmuseum wird der Münchner Goldschmied Michael Becker am 4. März 2017 mit dem Friedrich Becker Preis, dotiert mit 5.000 €, ausgezeichnet. Mit diesem Preis der privaten Stiftung von Hildegard Becker in Düsseldorf, erinnert die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. seit 1999 alle drei Jahre an den herausragenden Goldschmied und Gestalter kinetischer Objekte Professor Friedrich Becker (1922–1997).

Um den diesjährigen Preis 2017 bewarben sich 86 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Nationen mit Schmuck und Gerät. Eigenständiges Design von höchster Ausführungsqualität und die Miteinbeziehung neuer Materialien und Techniken war ebenso erwünscht wie der Umgang mit klassischen Werkstoffen der Schmuck- und Gerätgestaltung. Mit dem Friedrich Becker Preis wurden bisher Rudolf Bott (1999), Anette Walz (2002), Peter Bauhuis (2005), Robert Baines (2008), Alexander Vohswinkel (2011) und Sam Tho Duong (2014) ausgezeichnet.

Die Jury entschied sich, den Goldschmied Michael Becker (*1958, Paderborn) aus München mit dem Preis auszuzeichnen. Von 1982 bis 1987 studierte Becker Bildhauerei und Edelmetallgestaltung an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln bei Prof. Peter Skubic. Seit 1988 arbeitet der Künstler in seinem eigenen Atelier in München. Er ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland sowie in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Zwischen 1987 und 2002 wurde Michael Becker mit namhaften Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Bayrischen Staatspreis der Internationalen Handwerksmesse München (IHM).

Die Jury zeichnete mit dem Halsschmuck Beckers ein Werk der klassischen Goldschmiedekunst aus Gold und Lapislazuli mit zeitgenössischer Forminterpretation aus. Die Arbeit verweist auf eine langjährig gestalterisch tätige, erfahrene Künstlerpersönlichkeit.
Der magische Auftritt von Gold und Blau wird nach einem durchdachten Konzept in Szene gesetzt. Durch die naturgebrochene Oberfläche des Lapislazuli entsteht eine räumliche Wirkung, die durch die Variation der Einzelglieder verstärkt wird. Ein Halsschmuck mit überraschenden Ansichten für Trägerin und Betrachter, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet.
Neben dem Preisträger zeigt die Ausstellung außerdem Arbeiten von 42 weiteren Künstlern aus dem In- und Ausland. Zu den ausgewählten Stücken gehören Arbeiten namhafter Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland.

Mit einem ausgefallenen Halsschmuck und einer Brosche aus Stahlgewebe mit leuchtend blauem Farbakzenten ist die Paduaner Schmuckgestalterin Annamaria Zanella vertreten. In den aus Titan gefertigten Broschen von Pavel Opočenský aus Tschechien steht das Spiel mit geometrischen Segmenten und deren geschickten Überschneidungen im Mittelpunkt. Svenja John aus Berlin widmet sich in ihrem zartfarbigen, kleinteiligen Armschmuck dem Material Polycarbonat, Silvia Weidenbach aus London kontrastiert in ihren farbkräftigen Broschen 3D gedrucktes Nylon und synthetische Steine.
Der Japaner Jiro Kamata aus München erzeugt in seinem Halsschmuck aus dichroitischem Glas ein lebhaftes Farbspiel, Momoko Kumai aus Yokohama widmet sich in ihren raumgreifenden Armreifen dem japanischen Lack. Der Franzose Philip Sajet greift in seinem „Sun Ring“ ein fossiles Material, den Bernstein auf und verleiht ihm eine ganz eigene Ausstrahlung. Bettina Speckner aus München widmet sich in ihren beiden Broschen dem Thema der Alutypie, die in Berlin lebende Griechin Vivi Touloumidi greift in ihren Broschen Bimsstein auf und lässt seine natürliche Oberflächenstruktur zur Wirkung kommen. Annelies Planteijdt aus den Niederlanden zeigt in der Ausstellung zwei Halsketten aus Gold und Tantal ihrer Serie „Beautiful City“.
Der Metallgestalter Andreas Decker aus Hildesheim lässt auf seiner Aluminiumschale Blüten in Pink und Gelb erblühen, die in ihrer Ausstrahlung von technischer Raffinesse leben. Beate Leonards aus Lübeck zeigt in ihren Vasen einen äußerst interessanten Umgang mit eloxiertem Aluminium und patiniertem Tombak. Allen Arbeiten ist ein äußerst innovativer Gestaltungsansatz gemeinsam, sie zeigen die Möglichkeiten im Umgang mit neuen Materialien in der Schmuck- und Gerätgestaltung. (Pressetext)

Vom 04. bis 30. März  2017
Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
https://www.duesseldorf.de/stadtmuseum.html

04. April bis 07. Mai 2017
Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V.
Deutsches Goldschmiedehaus Hanau
Altstädter Markt 6 63450 Hanau
www.goldschmiedehaus.com

Advertisements