Confluence/Konfluenz – Simone ten Hompel: Glasgow 14.01. bis 23.02.2017

Nachdem die Werkschau der Silberschmiedin Simone ten Hompel, „Confluence/Konfluenz“ vom 1.10. bis 27.11.2016 im Ruthin Crafts Centre zu sehen war kommt sie nun nach Glasgow. Sie erlaubt einen Überblick, nein, ein Eintauchen in 35 Jahre bemernswerter Karriere der in Deutschland geborenen und in England lebenden Silberschmiedin Simone ten Hompel. Die 2005 mit dem kostbaren Jerwood Award ausgezeichnete Silberschmiedin  wählte mit Unterstützung der unabhängigen Kuratorin Amanda Game circa 50 ihrer Werke – Gebrauchsobjekte, Skulpturen, Zeichnungen, Modelle und Fotografien umfassend  – die ihr ausserordentliches Schaffen als Designerin, Handwerkerin, Dozentin und Kuratorin auf dem Feld zeitgenössischer Metallgestaltung veranschaulichen.

Darüber hinaus beauftragte das Ruthin Crafts Centre Wales im Kontext dieser Schau  eine Filmzusammenarbeit mit dem Filmemacher Matt Hulse. Der Film zeigt Simone ten Hompel schaffend. Er veranschaulicht die „Confluence/Konfluenz“ auf faszinierende Weise, den „Flow“ des assoziativen Schöpfungsvorganges, den Fluss der Inspirationen, die Aggregatzustände der Idee bis hin zum Objekt. Der klug gewählte Titel der Ausstellung bezieht sich auf diese Prozesse – könnte aber auch die eindrucksvolle Zusammenführung der Arbeiten verschiedener Schaffensperioden umschreiben, das Verschmelzen aller Einzelwerke zu einem kohärenten Ganzen, einem persönlichen Werk – und meint doch den Kern der Entstehung jedes einzelnen Objektes, der verdeutlicht wie einzigartig und individuell der kreative, künstlerische Prozess ist. „Metall ist meine erste Sprache“, sagt Simone ten Hompel. „Ich stelle der Poesie und der Funktion die Materialität meiner Disziplin gegenüber. Das Machen kommt aus meinen Händen.“

Experten halten Simone ten Hompel für die einfallsreichste Schöpferin im Kreis ihrer Generation von Silberschmieden. Sie hatte 1995 ihre erste Solo-Ausstellung in der Schottish Gallery. Sie unterrichtete u.v.a.an der Glasgow School of Art ebenso wie am Edinburgh College of Art. Sie entwarf für die indische Firma Ravissant und ihre Arbeiten sind international in über zwanzig Sammlungen vertreten, darunter im V&A und im National Museum Scotland.

Der Ausstellung „Confluence/Konfluenz“ wünschte man auch einen guten Präsentationsort hier in Deutschland – z.B. während der IHM 2017 in München? Doch vielleicht schmieden die Galeristen von Simone ten Hompel Rosemarie Jäger und Galerie So schon Pläne?

© Schnuppe von Gwinner

Confluence/Konfluenz – Simone ten Hompel, a life with metal
Reid Gallery, The Glasgow School of Art, 164 Renfrew Street, Glasgow, G3 6RF

Geöffnet täglich von 10 bis 16.30 Uhr

Advertisements