Woven songs: Museum Speelklok in Utrecht vom 18.03. bis 14.08.2016

Glithero: woven Songs| photo credit : Petr Krejci

Am 18.März 2016 eröffnet die Aussstellung  ‚Woven Songs‘ im Museum Speelklok in Utrecht, einem Museum dass sich ganz dem Handwerk und der Erhaltung automatischer mechanischer Instrumente  widmet.  Das Projet Woven Songs wurde 2013 von Glithero, dem Designerteam Tim Simpson und Sarah van Gameren, angestossen. Ursprünglich wurde das Projekt vom Zuiderzee Museum beauftragt, unterstützt vom Textiel Museum in Tilburg. Im Kontext des Themas „immaterielles Erbe“ baut es eine Brücke zwischen den Welten zweier Handwerksdisziplinen, in denen Glithero frappierende Ähnlichkeiten entdeckte.

Beide, der  Orgelbauer und der Weber, sind  auf Lochkarten angewiesen um die Funktionen ihrer Maschinen zu beeinflussen. Doch noch mehr charakterisiert sie beide, dass sie am Ende einer Reihe von Handwerkern stehen, die Generation für Generation ihr Wissen weiter gereicht haben. Doch der Fortbestand dieser Tradition sieht nun, angesichts fortschreitender Technologie, einer ungewissen Zukunft entgegen. Ihr Geist, ihr Wissen und ihre Erfahrung sind wertvolle historische Tatsache – aber wie kann man derart komplexe und perönliche Ressourcen bewahren?

Glithero’s Antwort besteht darin, eine hybrides Werk zu schaffen, in dem das eine Handwerk in das andere übergeleitet wird. In der Zusammenarbeit mit den Handwerkern, dem Orgelbauer und dem Weber, ermöglichten sie die Produktion von Stoff auf dem Webstuhl, dessen Design von den Lochkarten der mechanischen Orgel diktiert wurde. So webten sie tatsächlich Musik. Durch diese unorthodoxe Übersetzung eines Handwerks in das andere wurde das Können und Wissen des Handwerks and die Oberfläche gebracht und sichtbar.

Die ‚Woven Songs‚ Ausstellung dokumentiert das Projekt gewebte Textilien aus mechanischer Orgelmusik zu kreieren – ein Unternehmen das mit der Unterstützung des Ogelbauers Leon van Leeuwen und dem Weber Wil van den Broek gelingen konnte.

Es werden  Gewebe und Stoffe präsentiert, die bei dieser Unternehmung heraus gekommen sind und eine Video Installation, die den Prozess dokumentiert.

vom 18 März – 14 August 2016
Museum Speelklok, Steenweg 6,   3511JP Utrecht, Niederlande
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag  10 bis 17 uhr

 

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