ARCHITEKTURBAUKÄSTEN 1890–1990…Die große Mitspielausstellung: Wien (A) vom 07.11.2026 bis 14.03.2027

he New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929 © Sammlung Claus Krieger

Das MAK Wien lädt zur großen Mitspielausstellung ARCHITEKTURBAUKÄSTEN 1890–1990 und verwandelt dafür mehrere Räume des Museums in eine interaktive Spielfläche für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene. Rund 70 Architekturbaukästen aus den Jahren 1890 bis 1990, viele davon in Form aufgebauter Modelle präsentiert, zeigen die Vielfalt des historischen Spielzeugs. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die rund 150 Objekte umfassende Privatsammlung des Grafikers Claus Krieger.

Les Bois de Megève, Jeu de Constructions, Frankreich, ca. 1930
© Sammlung Claus Krieger

Von den einst unzähligen Bauspielsystemen – allein im deutschen Sprachraum produzierten zwischen 1880 und 1960 ca. 900 Firmen – werden mittlerweile nur noch wenige hergestellt. Während heute die meisten Kinder mit Lego aufwachsen, gab es einst eine Fülle von Materialien: Künstlicher Ziegelstein, Holz, Metall, aber auch längst vergessene Stoffe wie Galalith („Milchstein“) und sogar Gummi/Kautschuk kamen zum Einsatz. Vieles davon kann im MAK an acht Spielstationen ausprobiert werden. Ein Highlight ist die Kathedrale aus 4000 Filzbausteinen, die in der Säulenhalle gezeigt wird.

Elba Bouwdoos-Baukasten, N.V. Plaatmetaalindustrie Van Mouwerik en Bal, Niederlande, ca. 1940
© Sammlung Claus Krieger

Für die Ausstellung ARCHITEKTURBAUKÄSTEN 1890–1990 haben Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart und seine Studierenden die wertvollen Originalbausteine der Kästen „Ingenius“ (in Wiener Patent), „Bâtiss“ und „Skyline“ im vergrößerten Maßstab nachgebildet, um sie „spielbar“ zu machen. Außerdem warten Steine der Systeme „Minibrix“, „Tetek“ und „Dusyma“ sowie der „Kleine Großblockbaumeister“ aus DDRProduktion auf alle, die Freude am Bauen haben. Auch das Eintauchen in eine virtuelle Modellwelt mittels VR-Brille ist möglich, ebenfalls konzipiert an der HFT und betreut von Prof. Philipp Reinfeld.

Die vom Deutschen Architekturmuseum (Kurator Oliver Elser) konzipierte Ausstellung lenkt den Blick auf drei Aspekte: Baustile/Architekturgeschichte, Kinder und Bauanleitungen.

Rahmenprogramm Das MAK begleitet die Ausstellung mit einem Workshop-Programm für Schüler*innen und alle baufreudigen Besucher*innen. Architekturwettbewerbe werden im kleinen Maßstab ausgetragen, und in kleinen Teams wird nach experimentellen Aufgabenstellungen entworfen. Die Faszination des Bauens mit historischen Architekturbaukästen wird gemeinsam erfahrbar, und zusätzlich darf auch jede Menge Lego und Bioblo zum Einsatz kommen.

 

Hofmann-Bauspiel, Firma Hofmann, Schweiz, 1950er–1960er Jahre
© Sammlung Claus Krieger

MAK Säulenhalle, MAK Kunstblättersaal und  
DIREKTION FÜR ALLE! 
MAK, Stubenring 5, 1010 Wien

Öffnungszeiten: Di 10–21 Uhr, Mi bis So 10–18 Uhr

Zur Ausstellung im DAM erschien der Katalog 111 Architekturbaukästen. Sammlung Claus Krieger, Berlin: Jovis Verlag 2025. Deutsch, 272 Seiten, 500 Abbildungen, erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um

RAHMENPROGRAMM  
Alle Details zum Rahmenprogramm und zur Anmeldung zu den einzelnen Programmpunkten unter MAK.at/architekturbaukaesten