Aus einer Hand: Bremen vom 22.10. bis 22.11.2026

Die Mitglieder der AKB – Angewandte Kunst Bremen – haben für dieses Jahr eine besonders attraktives Konzept für die Präsentation ihrer Jahresausstellung realisiert:

Sie bieten – nach Verabredung – persönliche Führungen durch ihre Mitglieder an, die buchstäblich aus „eigener Hand“ zum Thema berichten und erklären können.

Die Ausstellung beginnt dort, wo alles beginnt: in der Erde.

Ton, Sand, Erz, Holz, Pflanzenfasern, Pigmente – die Rohstoffe des Kunsthandwerks stehen im ersten Raum im Zentrum. Sie erinnern daran, dass jedes Objekt einmal ein Stück Welt war, ungeformt und ohne Bestimmung.

Arne Leucht, work in progress, Leuchtmodell

Von hier führt der Weg in den Prozess:

  • Skizzenbücher, erste Zeichnungen
  • Werkzeuge, Probestücke, Ausschuss

Um den kreativen Prozess des Kunsthandwerks erfahrbar zu machen, arbeitet die Ausstellung mit verschiedenen Medien:

  • Fotografie
    Großformatige Prozessfotos zeigen arbeitende Hände im Moment der Transformation. Keine Hochglanz-Produktaufnahmen, sondern ehrliche Werkstattbilder, die Nähe schaffen.
  • Film
    Kurze Loops von 2–3 Minuten dokumentieren Arbeitsprozesse von Anfang bis Ende. Ohne Kommentar, nur die Arbeit selbst – auf Monitoren oder als Projektion neben den Objekten.
  • Klang
    Das Zischen von heißem Glas, das Klopfen bei Keramik, der Atem konzentrierter Arbeit werden als dezente Klangebene in den Raum eingebunden. Besucher*innen erleben das Handwerk mit allen Sinnen; der Klang verändert die Wahrnehmung der Objekte fast unbewusst, aber wirkungsvoll.
Sigrid Grote & Ulfert Hillers, Keramik

Für die Umsetzung digitaler Elemente – arbeitet die AKB mit Prof. Dennis P. Paul von der HfK Bremen sowie einzelnen Studierenden zusammen.

Für den Aufbau der Pflanzen- und Erdinstallation in Raum 1 arbeitet die AKB mit Olof Schlittenhardt zusammen. Der Bremer Gartengestalter widmet sich der räumlichen Gestaltung mit Pflanzen – für ihn ist der Garten eine Erweiterung des Wohnraums: Ruheort, Spielstätte, Rückzugsraum.

Mit diesem Blick entwirft er eine Waldinstallation aus Erde, Moos und Pflanzen, die den ersten Ausstellungsraum prägt. Aufbau und Pflege der Installation liegen in seinen Händen.

Es folgt ein Raum mit 39 bildlichen Darstellungen der Ideen, der Entstehungsprozesse und Werkzeuge aller Aussteller/innen.

Gleich nebenan gibt es einen Film zu sehen.

In den oberen Räumen sehen Sie die fertigen Objekte.

Am Wall 209
28195 Bremen
Öffnungszeiten: Dienstag: 15 – 21 Uhr, Mittwoch bis Sonntag: 10 – 18 Uhr