Das Programm des Espace Solidor – Musée du Bijou Contemporain beleuchtet eine breite Palette zeitgenössischer Ansätze im Schmuckdesign anhand internationaler Beiträge, Retrospektiven und experimenteller Kooperationen. „Sparkle“ ist eine von drei Ausstellungen, die in den Sommermonaten einen aufregenden Überblick über das Spektrum internationaler, zeitgenössischer Schmuckkunst gibt. Sie wurde im Rahmen einer offenen Ausschreibung organisiert und zielt darauf ab eine große Vielfalt internationaler Kreationen zu präsentieren.
Hier die AusstellerInnen:
Jeanne-Sophie Aas, Anke AMO Akerboom, Miriam Arentz, Sulo Bee, Einav Benzano, Anne Blok, Eliane-Catrie Blouin Achim, Isabelle Busnel, Béatrice Carlson, Sébastien Carré, Elvira Cibotti, Sally Collins, Clémentine Despocq, Jürgen Eickhoff, Geraldine Fenn, Tatum Gentry, Sabrina Guerrera, Herman Hermsen, Malene Kastalje, Zoé Kiner-Wolff, Chao-Hsien Kuo, Patricia Lemaire, Deirdre Maine, Floor Mommersteeg, Luisa Mucedola, Viktoria Münzker Ferus, Yael Ouliel, Taibe Palacios, Liana Pattihis, Juan Riusech, Marianne Schliwinski, Sara Shahak, Catherine Sheedy, Philipp Spillmann, Kamile Staneliene, Hansel Tai, Leyla Taranto, Andrea Wagner, Pu Wei Sun, Danni Xu und z.B. auch die aussergewöhnlichen Schmuckobjekte von Lydia Hirte aus Dresden.
Lydia Hirte kam während ihres Praktikums bei einem Silberschmiedemeister mit Autorenschmuck in Berührung. Nach dem renommierten Schmuckdesign-Studium an der Hochschule Pforzheim wurde ihr schnell klar, dass sie lieber mit Materialien experimentieren wollte, die im Schmuckbereich noch wenig vertreten waren, und sich von traditionellen Ansätzen lösen wollte. Während ihres Studiums arbeitete sie mit japanischem Papier auf Draht und sogar mit Wurstbändern. Lydia machte sich daraufhin als freiberufliche Schmuckdesignerin selbstständig. Um bei ihren Experimenten effizienter vorgehen zu können, entschied sie sich für kostengünstige Modelle aus Bristolkarton.
Beim spielerischen Umgang mit einem Bündel dieser Formen erschloss sie sich einen neuen kreativen Raum, in dem Papier unter Spannung eine erstaunliche Verformungsfähigkeit zeigt: „Meine künstlerische Arbeit mit Zeichenkarten dreht sich hauptsächlich um Räumlichkeit, Richtung und Bewegung. Ich strebe stets danach, Tragbarkeit mit skulpturaler Form zu verbinden. Bei der Arbeit mit dem Material nutze ich sowohl dessen Flexibilität als auch dessen Stabilität. Es ist für mich wesentlich, Widerstand zu erzeugen und die physische Kraft dieses gebündelten Materials zu spüren. Dies bestimmt meine Forschung und meine künstlerische Suche.“
Espace Solidor – Musée du Bijou Contemporain
Pl. du Château
06800 – Cagnes sur Mer
Frankreich
