Metalle sind im wörtlichen Sinne die Bausteine unseres Planeten. Von den 118 bekannten chemischen Elementen sind mehr als 70 Metalle, die in mineralischen Lagerstätten der Erdkruste natürlich vorkommen. Ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften haben sie über Jahrtausende hinweg unverzichtbar für die Entwicklung von Werkzeugen, Bauwerken und Technologien gemacht. Seit der Kupferzeit haben Metalle ganze Epochen der menschlichen Zivilisation geprägt und stehen kultur- und epochenübergreifend für Macht, Reichtum und Innovation.

Im Zentrum von Element: Metall stehen neu beauftragte Arbeiten von fünfzehn zeitgenössischen Designer:innen und Künstler:innen. Ausgewählt aufgrund ihres außergewöhnlichen handwerklichen Könnens, ihrer konzeptionellen Klarheit und ihres verantwortungsvollen Umgangs mit materialbezogenen Prozessen, begreifen ihre Arbeiten Metall als einen Werkstoff, der durch Arbeit, Technik und Bedeutung geformt wird. Historische Metallobjekte aus der Sammlung des Schlosses – von Silbergeschirr und Zierobjekten bis hin zu Waffen und architektonischen Beschlägen – eröffnen Einblicke in die materielle Kultur vergangener Jahrhunderte. Gemeinsam erzählen die Arbeiten von kulturellem Austausch, technischer Innovation, Handwerk und sich wandelnden Machtverhältnissen zwischen Ost und West.

Zum Beispiel machte Junko Mori während ihres Aufenthalts in Hollenegg unzählige Fotografien von den Räumen und Objekten des Schlosses. Immer wieder rahmte sie Ausschnitte, die Details von zeitloser Schönheit sichtbar machten – das Framing wurde zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Mori, eine international bekannte Metallkünstlerin, lebt und arbeitet in Wales. Dort begann sie, Rahmen aus Stahl und Silber zu entwickeln: einen großen, handgeschmiedeten aus Weichstahl sowie drei silberne Rahmen, nach Pflanzen gegossen, die sie über Jahre gesammelt hatte.

Die Rahmen arbeiten mit einer leeren ovalen Form – einem Negativraum, der architektonische Details, Lichtveränderungen und stille Momente einfängt und zu einer langsameren, aufmerksameren Wahrnehmung einlädt. Zugleich bewahren sie die Erinnerungen früherer Bewohner:innen des Schlosses. Entdecken Sie u.a. Junko Moris Arbeiten im Mai im Schloss Hollenegg. (Pressetext)
Weitere Aussteller:innen sind: Jordi Albers, Klemens Hegen, Elliott Hundley, Hannah Kuhlmann, Max Lamb, Lea Liebl, Mantas Lesauskas, Luise Lutz & Michel Strümpf, Sabine Marcelis, Philippe Malouin, Junko Mori, Altynai Osmo, Soft Baroque, Elena Riener, Ildar Wafin, Lorenzo Zerbini, Anna Zimmermann
Schloss Hollenegg for Design
Hollenegg 1
8530 Bad Schwanberg, Österreich
