Vollendung der Festetage und Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“:
Es ist erstmals wieder möglich, alle Repräsentationsräume in ihrer historischen Abfolge zu besichtigen. Diese führt von der Englischen Treppe in eine Reihe prächtiger Festsäle: vom Riesensaal mit seinen Turnierszenen in das wiedererstandene Audienzzimmer der Königin, den Kleinen und Großen Ballsaal mit seinen eindrücklichen Resten originaler Dekoration, das lichterfüllte Porzellankabinett und den Propositionssaal, der in die barocken Paraderäume Augusts des Starken überleitet. Abgeschlossen wird der Rundgang durch die Türckische Cammer mit ihrer suggestiven Inszenierung osmanischer Kunst.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Lösel
In den im Stil des Historismus gestalteten Festsälen wird die Dauerausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ der Rüstkammer präsentiert. Sie umfasst über 450 Objekte, von denen viele seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu sehen waren. Der größte Teil stammt aus der Rüstkammer, zusätzliche Exponate kommen aus anderen Sammlungen des Museumsverbundes – aus dem Münzkabinett, dem Grünen Gewölbe, dem Kupferstich-Kabinett, der Galerie Neue Meister und der Skulpturensammlung ab 1800. Leihgaben gewährten zudem das Sächsische Staatsarchiv und die Kunstsammlungen der Veste Coburg. Die Kunstwerke gehören zu den kostbarsten Zeugnissen europäischer Festkultur und jahrhundertealter Repräsentation fürstlicher Macht. Darunter befinden sich der einzige in Deutschland erhaltene barocke Kurhut, die Krönungsfigur Augusts des Starken und seine berühmte goldene Sonnenmaske, geschaffen von Johann Melchior Dinglinger.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Lösel
Zahlreiche Sammlungsexponate wurden in den letzten Jahren dank großzügiger Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Bundes aufwendig restauriert, so ein Schlittenzeug mit über 500 Glöckchen, das der Sohn Augusts des Starken, Friedrich August II. nutzte, um in Wien um die Hand der Kaisertochter Maria Josepha anzuhalten.
Gemeinsam mit der Ausstellung wird auch das Turmzimmer mit dem historischen Porzellankabinett, einst der erste Showroom der Meissener Porzellanmanufaktur, wiedereröffnet. Unter der originalgetreu ergänzten Renaissancestuckdecke glänzen dort auf vergoldeten Konsolen vor roten Paneelen und Spiegeln Dragonervasen und exquisites Meissener Porzellan, das den Krieg überlebt hat.
Residenzschloss ∙ Taschenberg 2 ∙ 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10–17 Uhr, Dienstag geschlossen
