Die in Italien lebende Schmuckgestalterin Heidemarie Herb stellt nun erstmals in der Münchner Galerie Biro aus. Sie selbst beschreibt die Entstehung Ihrer Schmuckstücke so:
„Gegensätze ziehen sich an und lassen sich daher miteinander verbinden. In meiner Arbeit ist das Zusammenspiel von Farbe, Form, Präzision und Unvollkommenheit entscheidend für ein harmonisches Gesamtbild. Besonders gerne verwende ich alte Materialien wie rostiges Eisen, Fundstücke oder alte, vergessene und manchmal defekte Teile von Gegenständen, denen ich eine neue Funktion als Schmuckstücke gebe. Ein abgenutztes Objekt erhält so neues Leben. Ich liebe es, Schönheit in der Unvollkommenheit zu finden, und genieße es, Erinnerungen und Gedanken zu bewahren. „

Faszinierend, gerade auch in ihrem Umgang mit dem Material Bernstein, aber auch mit den erstaunlichsten Fundstücken, ist dieser spielerische Moment, das assoziative Vorgehen, das alles erlaubt und in Heidemarie Herbs Schmuckstücken immer auf den Punkt trifft – jedes Stück eine kleine Erzählung, aufgeregt plaudernd bis zu diszipliniert und streng, unterhaltsam, zitierend und immer wieder Staunen auslösend, was so alles geht, und gut geht, spannend ist, inspirierend und auch richtig schön. Diese Leichtigkeit überträgt sich, auf Betrachter*in und Träger*in – bestimmt! (Text: Schnuppe von Gwinner)
Galerie Biró
Zieblandstr. 19
80799 München
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag15 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr
