Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen: Berlin vom 17. 04. bis 04. 10. 2026

Marianne Brandt, Selbstporträt mit Kamera im Atelier in der Kugel gespiegelt, Bauhaus Dessau, um 1928–1929 Bauhaus-Archiv Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Herausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest. Das Spektrum ihres künstlerischen Schaffens reicht dabei von der gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie.

Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbe- stand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen b kannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA.

Etel Mittag-Fodor, Albert Mentzel und Lotte Rothschild, um 1930
Bauhaus-Archiv Berlin © Bauhaus-Archiv Berlin

Auch im 21. Jahrhundert setzen sich Künstlerin- nen auf vielfältige Weise mit der Fotografie aus- einander. Wie die Bauhaus-Fotografinnen versu- chen auch sie, ihre Gegenwart im fotografischen Bild festzuhalten und hinterfragen dabei die konventionellen Formen des Mediums. Für die Ausstellung hat das Bauhaus-Archiv die drei zeitgenössischen Künstlerinnen Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner eingeladen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog mit den historischen Positionen zu treten.

Mit der Ausstellung im Museum für Fotografie würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk erstmals umfassend. Die Ausstellung wird von einem Begleitprogramm ergänzt.

Marianne Brandt, Selbstporträt mit Kamera im Atelier in der Kugel gespiegelt, Bauhaus Dessau, um 1928–1929
Bauhaus-Archiv Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Die Künstlerinnen der Ausstellung: Gertrud Arndt, Ellen Auerbach, Irene Bayer, Lotte Beese, Irena Blühovà, Marianne Brandt, Lotte Gerson-Collein, Barbara Crane, Margarete Dambeck-Keller, Charlotte Grunert, Ise Gropius, Toni von Haken-Schrammen, Florence Henri, Catherine Hinkle, Irene Hoffmann, Hilde Hubbuch, Grit Kallin-Fischer, Judit Kárász, Ivana Meller-Tomljenovic, Etel Mittag-Fodor, Lucia Moholy, Lony Neumann, Ricarda Schwerin, Ré Soupault, Grete Stern, Elsa Thiemann, Else Tholstrup, Mili Thompson, Edith Tudor-Hart

Zeitgenössische Positionen: Kalinka Gieseler, Caroline Kynast, Sinta Werner

Museum für Fotografie

Jebensstraße 2, 10623 Berlin

Öffnungszeiten: Di 11:00 – 19:00 Uhr Mi 11:00 – 19:00 Uhr Do 11:00 – 20:00 Uhr Fr 11:00 – 19:00 Uhr Sa 11:00 – 19:00 Uhr