Die Würzburger Schmuckgestalterin und Galeristin Eva Maisch lädt erneut zu einem inspirierenden Wochenende im Hofstall ein. Unter dem Titel „Von Erde, Erzen und Licht“ inszeniert sie die Werke von drei Künstlerinnen unterschiedlicher Disziplinen: Kati Jünger, Helen Britton und Elena Alvarez Lutz.

Mit Erde, beziehungsweise Ton, arbeitet die namhafte Keramikerin Kati Jünger, deren expressive Keramiken mehr als nur Gebrauchsgegenstände sind. Sie sind in ihrer Anmutung beredte Gefäße, Materialerkundungen, haptische und optische Abenteuer, prächtig, eigensinnig und erstaunlich, inspirierend für ihr betrachtendes Gegenüber.
Dem Titelgebenden Erz ordnet Eva Maisch hier die australische Künstlerin Helen Britton zu, deren breit gefächertes, interdisziplinäres Werk Skulptur, Installation, Fotografie, sowie Zeichnung und Malerei umfasst. Helen Britton’s Machen hat etwas Magisches in seiner Wirkung, denn sie hat sich das radikale Staunen des Kindes über das Universum bewahrt.

Sie folgt der Spur, die die Materialien und ihre Geschichten in Raum und Zeit hinterlassen und fügt ihren Geschichten etwas hinzu. Das jüngst bei Arnoldsche art Publishers erschienene Buch „The story so far“ sowie der berührende Film „Hunter from elsewhere“ von Regisseurin und Filmemacherin Elena Alvarez Lutz werden auch zu dieser Ausstellung eine bedeutende Rolle spielen. Elena Alvarez Lutz, eine Magierin des Lichts, mehr noch, eine einfühlsame Geschichtenerzählerin.
Die Künstlerinnen sind bereits lange Jahre Freundinnen. Die Filmemacherin erinnert sich: „Zu später Stunde auf einem Fest – lange ist es her – wurde ich zum Tanzen aufgefordert. Diese Begegnung brachte mich in den Garten der Familie Jünger, wo unter der alten Linde Keramik und Schmuck ausgestellt und verkauft wurde. Eine fremde, haptische, lustvolle Welt für mich Filmstudentin. Mein Medium war intimer: bewegte Bilder auf einer Leinwand in einem dunklen Raum. Eine zeitlich begrenzte Erfahrung durch Licht und Dunkel. Nichts zum Anfassen. Und nun: Keramik und Schmuck. Objekte, ihre Oberflächen, Metall und Illusion. Tragbare Kunst, die nach draußen geht. Sichtbar ist. Den Körper findet. Begegnungen sammelt. Offene oder verborgene Reaktionen, Neugierde – dieser Blick – und dann eine Hand, die fühlen will. Objekte, die verwegene, fordernde, freche Geschichten erzählen, von jedem Betrachter anders verstanden …“

„Eines haben alle drei gemeinsam“, sagt Eva Maisch. „Sie sammeln Dinge aus Vergangenheit und Gegenwart und verdichten das Gesehene, Gefundene und Gefühlte. Sie erschaffen daraus faszinierende Werke, indem sie sich unterschiedlichster Ausgangsstoffe und Ressourcen bedienen. Nun freuen wir uns auf ein Wochenende mit einem filmischen Auftakt in einem großartigen Programmkino und zwei intensiven Ausstellungstagen in unserem Hofstall in Lindelbach“.
im Hofstall
Waldleinstraße 1, 97236 Randersacker
Öffnungszeiten: Samstag 14 bis 21 Uhr | Sonntag 12 bis 20 Uhr
Filmvorführung am Freitag, 17.04.2026 um 20 Uhr „Hunter from elsewhere“ Casablanca Kino, Wagstraße 4a, 97199 Ochsenfurt mit anschliessenden Künstlergespräch
