THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr: Wien bis 07.05.2023

André Ostier, Vicmtesse de Ribes und Pierre Celeyron, Winterball, Hotel Coulanges, Paris 30.12.1958 | Copyright A.& A. Ostier

Das Fest als ein flüchtiges Ereignis hat immer wieder Gestalter:innen aus Kunst, Architektur, Design und Musik veranlasst, Gestaltungstraditionen und Kunstdiskurse in die Exzesse einer wilden Nacht oder in die Feier eines würdigen Anlasses zu übersetzen. Umgekehrt haben diese vergänglichen Freiheiten neue Formate und Inhalte angeregt und ausgetestet. Feste dokumentieren gesellschaftliche Dringlichkeiten und dabei Veränderungen – im Großen wie im Kleinen. Die MAK-Ausstellung „DAS FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr“ verlebendigt Kultur- wie Sozialgeschichte und thematisiert die Bedeutung von Gestaltungsstrategien für gelebte Alltagskultur.

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Werner 2, Copyright Maria Ziegelböck

Sie lädt auf einen opulenten Parcours ein, der Kulturen und Geschichten des Feierns – quer durch die Jahrhunderte – anschaulich und erlebbar werden lässt. Eingebettet in eine ungewöhnliche Ausstellungsgestaltung des österreichischen Bildhauers Peter Sandbichler, vermitteln mehr als 650 Objekte in Blitzlichtern den Gestaltungsreichtum von Festen zu unterschiedlichsten Anlässen und quer durch Zeit und gesellschaftliche Entwicklung. Ob mondäne Maskenbälle, politische Feiern und subversive Künstler*innenfeste oder zeitgenössische Clubveranstaltungen: so unterschiedlich die Menschen und Anlässe zum Feiern sind und waren, es steckt meist ein großer gestalterischer Wille dahinter.

Thematisch sind dem Festlichen kaum Grenzen gesetzt: Gefeiert wird aus religiösen und politischen Gründen, (wilde) Künstler:innen- und andere Feste überschreiten mitunter Tabus, private Feiern spiegeln gesellschaftliche Zusammenhänge wider. Zeitlich spannt die Ausstellung einen Bogen von der beginnenden Aufklärung über neue Festkalender einer sich formierenden Arbeiterklasse zu Zeiten der Industrialisierung bis hin zu aktuellen Formaten des Festlichen. Ob verwegene Maskenbälle des Rokokos, Feste künstlerischer Avantgarden der Zwischen- und Nachkriegszeit oder verbotene Raves: Sie alle werden mit ihrer subversiven Kraft in DAS FEST ins Gedächtnis gerufen, diskutiert und zelebriert. (Pressetext)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

MAK Ausstellungshalle
MAK
Stubenring 5
A – 1010 Wien

Öffnungszeiten: Di 10–21 Uhr | Mi bis So 10–18 Uhr | Mo geschlossen

Führungen: jeden Samstag 16.30 Uhr und Sonntag 14.30 Uhr