PERLENTAUSCH – Wissen, Welten, Werte: Berlin vom 21.01. bis 19.04. 2020

Perlenschurz für Frauen, Pemón (Taurepan), Grenzgebiet Brasilien/Venezuela, ca. 1910 © Staatlichen Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Foto: Martin Franken

Diese Ausstellung ist eine Sonderpräsentation des Ethnologischen Museums im Münzkabinett des Bode-Museums.

Inmitten der Sammlungs des Münzkabinetts ist vom 21. Januar bis 19. April 2020 die temporäre Intervention „PERLENTAUSCH: Wissen, Welten, Werte“  zu sehen. Anhand von vier ausgewählten Objekten des Ethnologischen Museums wird die Bedeutung von Glasperlen als kulturenübergreifende, bis heute verwendete Tauschmittel und zugleich als Material regional spezifischer Handwerkstraditionen veranschaulicht.

Neben zwei historischen Perlenschurzen aus der Zeit um 1910, die der Sammler Theodor Koch-Grünberg (1872 – 1924) für das Ethnologische Museum (damals noch Königliches Museum für Völkerkunde) erwarb, sind in der Ausstellung zwei zeitgenössische Stücke zu sehen, die 2019 hergestellt und im Rahmen eines Kooperationsprojekts des Ethnologischen Museums von SEDUUME, der indigenen Organisation der Ye’kwana in Brasilien direkt angekauft wurden. Für die Ye’kwana spielen die Perlen bis heute eine wichtige Rolle im Kunsthandwerk und sind Ausdruck ihrer indigenen Identität. Perlenschurze, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind, werden von den Frauen bei Festen getragen. Eine Videodokumentation veranschaulicht die aktuelle Bedeutung von Glasperlen bei den Ye’kwana und den Herstellungsprozess der Perlenschurze.

Begleitend hierzu gibt es im Rahmen der Reihe „Globale Sammlungsperspektiven“ eine Veranstaltung in Form eines Vortrags oder eines Gesprächsabends im Auditorium der James-Simon-Galerie.

Museumsinsel Berlin | Bode-Museum
Am Kupfergraben
10117 Berlin

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr

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