23. Zeughausmesse für Angewandte Kunst, Handwerk und Design: Berlin vom 05. bis 08. Dezember 2019

Angewandte Kunst ist Kunst, Handwerk und Design auf hohem Niveau. Mit Angewandter Kunst werten wir unseren Alltag auf. Die sehr guten Materialen, die Verarbeitung in technischer und handwerklicher Perfektion, die Ideen, die künstlerische Umsetzung und die jahrelange Entwicklung schaffen die ästhetische und konzeptionelle Qualität der Gebrauchsobjekte. Auf der Zeughausmesse ist der aktuelle Stand dieser Kunstsparte zu begutachten.

Über 100 erstklassige Künstler präsentieren und verkaufen im eindrucksvollen Zeughaushof stilvolle Hüte, ausgefallene Keramik, außergewöhnlichen Schmuck, strahlende Glasobjekte und weiteres mehr. Eine Auswahl an Künstlern zeigen wir hier.

beck-ute-k- Foto-frank-kleinbach-fotografie
Ute Kathrin Beck, GLANZ & GLIMMER Gruppe, 2018, schamottiertes Steinzeug, 80 cm x 23 cm x 34 cm Foto: Frank Kleinbach-Fotografie

‚Glanz und Glimmer‘ nennt die Keramikgestalterin Ute Kathrin Beck ihre neue Vasenserie. Kraftvoll von Hand aus Ton geformte Vasen überzieht sie mit teils glänzender, teils matter Glasur aus Eisenoxiden, Kupfer und Platin. Die Oberflächen zeigen Noppen, Falten, Wölbungen und kraterähnliche Einbuchtungen. Durch ihre metallische Glasur irritieren sie den Betrachter – er meint Vasen aus gehämmertem Metall vor sich zu haben.

Schönwald
Angela Schönewald, Bodenkralle, geschmiedet aus Edelstahl, Foto: A. Schönewald

Angela Schönewald schmiedet von Hand Gartenwerkzeuge für anspruchsvolle Gärtnerinnen und Gärtner. Mit geringem Herstellungs- Material- und Energieaufwand baut sie Gartenwerkzeuge, bei denen die Ausgangsmaterialien als formprägendes Element eine Aufmerksamkeit für sich beanspruchen. Die möglichst exakte Deckungsgleichheit, der Parallelität, der Symmetrie und die präzisen Übergänge der Kurven sind die handwerkliche Herausforderung. Schmieden ist für die Künstlerin ein Technisches Zeichnen mit glühendem Stahl.

koehn-jil-foto-jil-koehn
Jil Köhn, Ansteckschmuck „Aqua Lilium Lilac“ Kunstharz, montiert und gegossen, Foto: Jil Köhn

Schmuck aus Kunstharz macht Jil Köhn. Das manuelle Modellieren natürlich wirkender Welten paart sie mit der Umwandlung in ein divergierendes Material. Damit erzielt sie eine ästhetische und zugleich irritierende Anmutung. Die Künstlerin bedient sich explizit energetischer Farben, um einen hohen Kontrast zwischen Imagination und Wirklichkeit herbeizuführen. Ihre Broschen scheinen der Natur einer anderen Welt zu entspringen.

Mit dem Talents Förderprogramm der Messe Frankfurt kooperiert die Zeughausmesse. Zwei Talents präsentieren Ihre Keramikarbeiten. Die Arbeiten der beiden Künstler/innen entstehen in einer Art Briefwechsel. Gemeinsame Objekte zeigen ein Zusammenspiel von keramischen Massen, Glas, weiteren anorganischen Stoffen sowie Fundstücken der Zivilisation. Andere Objekte stehen im Bezug zueinander und zeigen zugleich die klaren Positionen der einzelne Künstler/innen.

Viele Aussteller haben internationale Preise erhalten. Auch auf der Zeughausmesse werden Künstler ausgezeichnet. Eine Fachjury vergibt für herausragende Leistung an vier der anwesenden Aussteller die begehrten Preise für Angewandte Kunst. Bei der Eröffnung der Zeughausmesse werden die Preise feierlich übergeben. Die Berliner Volksbank fördert die Preise mit 1300 Euro bis 500 Euro finanziell. (Pressetext)

Deutsches Historisches Museum Berlin, Zeughaushof im Zeughaus
Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Öffnungszeiten
05. Dezember 2018, 15 bis 18 Uhr
06. Dezember 2018, 10 bis 18 Uhr
07. Dezember 2018, 10 bis 21 Uhr
08. Dezember 2018, 10 bis 18 Uhr

craft2eu_Banner19