Claire Partington and Charles Freger: London vom 26.09. bis 19.10.2019

Die Londoner James Freeman Gallery präsentiert eine Ausstellung mit neuen Arbeiten von Claire Partington und Charles Freger zu präsentieren, zwei Künstlern, die untersuchen, wie kulturelle Identitäten durch historische Motive überleben, rebellieren und sich neu erfinden.

Claire Partington Mother & Child
Claire Partington | Mother & Child

Claire Partington ist eine britische Künstlerin, deren Keramikfiguren tief in die Kunstgeschichte eindringen, um Themen wie Feminismus und Macht zu erkunden. Diese Ausstellung zeigt zwei neue Werkgruppen: eine der Heiligen, eine der Sünder. In beiden Fällen sucht Claire nach Beispielen inspirierender weiblicher Figuren aus der Kunstgeschichte und verjüngt sie mit Hinweisen auf die zeitgenössische Gesellschaft. Ihre Sünder basieren auf mittelalterlichen Darstellungen von Maria Magdalena, der ausgegrenzten Frau, die von der Kirche benutzt wird, um die sündige Natur von Frauen darzustellen, die dann als Einsiedlerin mit Haaren bedeckt wurden. Claires Marien verfolgen einen Zusammenhang zwischen dieser und aktuellen Positionen zu Körperhaaren im Feminismus und präsentieren vier Beispiele der „Hairy Mary“, als wären sie klassische Musen oder Die vier Jahreszeiten. Die beiden Heiligen nehmen eine gotische Form an, wie die Schutzpatronen der befestigten Stadtstaaten. Nur die Londoner Stadtteile Waltham Forest und Tower Hamlets – zwei 1965 gegründete Stadtteile, deren neu erfundenes historisches Wappen auf das antike anspielt – gehören zu ihren Schutzgebieten Handel und Sehenswürdigkeiten. In beiden Gruppen belebt Claire alte Bilder starker Frauen, die zu Unrecht verurteilt und göttlich verehrt wurden, und artikuliert sie als Frauen des 21. Jahrhunderts, Figuren der Macht und der Unabhängigkeit.

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James Freeman Gallery – Charles Freger – Cimarron

Charles Freger ist ein französischer Fotograf, der die Porträtmalerei als zeitgenössische Anthropologie verwendet und Trachten dokumentiert, um die Traditionen und Geschichten von Gemeinschaften auf der ganzen Welt festzuhalten. Die Arbeiten in dieser Ausstellung stammen aus seinem neuesten Projekt Cimarron, das sich mit der afrikanischen Diaspora in Amerika befasst. Das Vermächtnis der Sklaverei ist das unvermeidliche Gespenst, und die Cimarron-Werke beschreiben, wie Rituale und Kleidung Widerstandshandlungen gegen die Machtübernahme von außen darstellen. Trotz der Abdeckung eines weiten geografischen Gebiets und der Artikulation in verschiedenen Darstellungen gibt es einige gemeinsame Motive: das Bild des Teufels, das oft als Mittel des Widerstands und des Unheils gegen die Autorität interpretiert wird; die Peitsche als Symbol der Kontrolle sowie als Echo eines Fetischs; und die Verwendung des Körpers als Leinwand, sowohl als Hommage an die frühesten Sklaven als auch als Verteidigung gegen die raue amerikanische Umwelt. Zusammen bilden sie wichtige kulturelle Dokumente für die Rolle des Theaters bei der Definition und Ausdauer der kulturellen Identität. (aus dem englischen übersetzter Pressetext)

James Freeman Gallery
354 Upper Street
Islington
London N1 0PD

England

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 11 – 18:30,

auf jeden Fall anrufen T: +44(0)20 7226 3300

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