Zeughausmesse: Berlin vom 7. bis 10.12.2017

Zeughausmesse im Schlüterhof Foto: Stefan Reinberger

Experimentierfreude und Innovation prägen die Arbeit der circa 90 angewandten Künstler, die ihre Modern-Craft-Objekte auf der Zeughausmesse auf der 1600 Quadratmeter großen Fläche des eindrucksvollen Schlüterhofs des Zeughauses in Berlin präsentieren. Charakteristikum des Modern-Craft-Objekts ist seine, den reinen Gebrauchszweck übersteigende Qualität. Es unterscheidet sich von handwerklich hergestellten Gegenständen der vorindustriellen Zeit dadurch, dass es nicht mehr zum Überleben gebraucht wird. Befreit von der reinen Gebrauchsdoktrin, konnte und musste sich der Handwerker seit der industriellen Revolution intensiver der ästhetischen und konzeptionellen Gestaltung des Gegenstandes widmen. Damit wurde der handgemachte Gebrauchsgegenstand in gewisser Weise aufgewertet: er wurde zum Kunstgegenstand, zur auf die Anwendung ausgerichteten Kunst.

Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin, ist Schirmherr der Zeughausmesse. Veranstalter der Verkaufsausstellung ist der Berufsverband Angewandte Kunst Berlin-Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum. Am ersten Tag der Messe werden die Preise für Angewandte Kunst verliehen. Eine exzellente Jury kürt vier Künstler aus der Ausstellerschaft für ihre herausragenden Leistungen. Dank der freundlichen Unterstützung durch die Berliner Volksbank sind die Preise mit Auszeichnungen im Wert von 1300 bis 500 Euro dotiert.

Am 7. Dezember 2017 sind anlässlich der 21. Zeughausmesse für Angewandte Kunst im Schlü-terhof des Berliner Zeughauses vier Künstlerinnen und Künstler mit dem Preis für Angewandte Kunst der Berliner Volksbank ausgezeichnet worden. Zum 14. Mal wurde der Preis für heraus-ragende Leistungen vergeben.

Mit dem 1. Preis, der mit 1.300 Euro dotiert ist, ging an die Schmuckgestalterin Annette Lechler. Mit einfachen Formen entwickelt sie in ihren Schmuckstücken eine unglaubliche Komplexität. Ihre Schmuckstücke sind veränderbar. Sie strahlen Klarheit mit höchster Eleganz aus.

Der mit 1.000 Euro dotierte 2. Preis wurde an die Industriedesignerin und Glaskünstlerin Karina Wendt verliehen. Sie verbindet in ihren Arbeiten überzeugend industrielles Design und moder-nes Handwerk. Die strahlende Farbwelt ihrer Glasobjekte aus Hüttenglas beeindruckt.

Der 3. Preis, der mit 700 Euro dotiert ist, geht an die Textilkünstlerin Katja Stelz. Für ihre Tep-pichweberei nutzt sie auch Tuchwebertechniken. Ihre Teppiche aus Wolle und Ziegenhaar sind minimalistische Textilgestaltung. Das Spiel von Positiv und Negativ bewegt zum zweiten Hin-schauen.

Den Förderpreis mit 500 Euro hat die aus Korea stammende Künstlerin Setbyol Oh erhalten. Ihre Leuchten aus plissiertem und gefärbtem Maulbeerpapier stehen für ein eher seltenes Ge-werk. Sie verbindet Tradition mit modernem Design. Ihre Lichtobjekte wirken leicht und poetisch.(Pressetext)

Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern!

Deutsches Historisches Museum

Schlüterhof im Zeughaus
Unter den Linden 2
10117 Berlin-Mitte

Öffnungszeiten

07. Dezember: 15 bis 18 Uhr
08. Dezember: 10 bis 18 Uhr
09. Dezember: 10 bis 21 Uhr
10. Dezember: 10 bis 18 Uhr

http://www.zeughausmesse.de/

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