angewanzt: München vom 19.10. bis 18.11.2017

… eine Einlassung zur Zweckhaftigkeit in der angewandten und bildenden Kunst.

Das Dilemma ist gegeben und die Anklage lautet, die angewandte Kunst müsse sich nützlich machen, allein der schönen Kunst sei es vorbehalten, sich als Selbstzweck zu behaupten. Historisch betrachtet ist die Aufspaltung der »l´art pour l´art« vom abfälligeren Bruder Kunstgewerbe erst seit der Geburt der Ismen geläufig, während davor die Kunstproduktion eine zwischen Handwerklichkeit und Inspiration agierende Produktionsweise darstellte. Beflügelt von der Industriellen Revolution entstanden Klein-manufakturen im Kunstgewerbe, in der Folge Schuleinrichtungen, die der schönen und funktionalen Form huldigten, die derzeit in Design mündet, während der Kunstbegriff sich weitete und mittlerweile im »anything goes« angekommen ist. Momentan scheinen die Grenzen zwischen angewandter und bildender Kunst wieder fließender zu werden. Angewandte Künstler arbeiten zunehmend freier, während sich Bildende gerne des Handwerks annehmen.

Die Ausstellung möge einen Überblick bieten.

Konzept und Text: Unk Kraus | Kuratoren: Gisbert Stach und Unk Kraus

Ausstellende: Peter Bauhuis, David Bielander, Attai Chen, Shirin Damerji, Diana Dudek, Anna Maria Eichlinger, Tom Früchtl, Doerthe Fuchs, Susanne Holzinger, Unk Kraus, Tom Kristen, Suska Mackert, René Martin, Anna Moll, Juliane Noack, Masayo Oda, Natalia Olarte, Eva Raiser-Johanson, Loukia Richards, Barbara Schrobenhauser, Nadja Soloviev, Gisbert Stach, Rose Stach, Simone ten Hompel, Susanne Thiemann, Andrea Viebach, Christine Wagner, Stefan Wischnewski, Frauke Zabel

Aktionstag: 16. November 2017, 18:30 bis 20:30 Uhr

Bayerischer Kunstgewerbeverein e.V.
Pacellistraße 6-8
80333 München

Öffnungszeiten: Mo bis Sa 10 bis 18 Uhr