Spoonful – a Showcase Of Spoons: London vom 14.09. bis 04.11.2017

Löffel gehören zu den ersten Werkzeugen, die wir im Leben benutzen – eine Schale mit einem daran befestigten Griff, die Form einer Hand. Eine Metapher für Leben und Ernährung. Löffel füttern, servieren, messen und rühren. Löffel sind die ältesten Essgeräte und reichen zurück bis in das Paleolithikum. Muschelschalen wurden mit kleinen hölzernen Stöckchen verbunden und Holzstücke wurden zu löffelartigen Formen geschnitzt. Das moderne Wort „Löffel“ meint „Holzschnitzel“. Erhaltene Löffel der alten Ägypter sind aus Elfenbein, Kieselstein, Schiefer und Holz. Viele von ihnen sind mit religiösen Symbolen verziert.

Löffel haben eine tiefe Symbolik und religiöse Geschichte die oft mit dem Schenken assoziiiert wird. Zum Beispiel wird der dekorativ geschnitzte walisische Holzlöffel dazu verwendet romantische Absichten auszudrücken. In den Hochzeitsbräuchen der Zulu ist der Löffel ein Symbol, das der Familie der Braut übergeben wird, die im Gegenzug der Familie des Bräutigams eine Ziege, eine  „Löffelziege“ überlässt. In England wird das Taufgeschenk eines Silberlöffels seit viktorianischer Zeit als Glückssymbol verstanden.

Heute bleibt eine einfacher Löffel oft unbeachtet. Doch diese Löffelausstellung fordert dazu auf, die Löffel einmal genauer zu betrachten.  Neben den subtilen formalen Unterschieden – vom engeren Hals, einem längeren Stiel, einer tieferen Laffe sind auch weitreichendere Konzepte in diesem alltäglichen Objekt  verankert, die zeigen wie die bescheidene Gestalt eines Löffels neu betrachtet werden kann. (frei nach dem englischen Pressetext)

Betiligte Künstler: Justine Allison, Elaine Bolt, Helena Emmans, Forest & Found, Max Frommeld, Clare Goddard, Astrid De Groot, Antrei Hartikainen, Simone ten Hompel,  Buddug Wyn Humphreys, Wiebke Meurer, Ann Nazareth,  Gabi Veit and Molongo Project von Sarah Colson entworfene Löffel.

 

Gallery Flow, 1-5 Needham Road, London W11 2RP

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 18 Uhr

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