Pure Gold. Upcycled! Upgraded: Hamburg vom 15.09.2017 bis 21.01.2018

Hamed Ouattara "Dogon stool", Stuhl, 2016, Recycelte Schmiermittelfässer, Exemplar 1: blau, Exemplar 2: rot, Jeweils H 85 x B 40 X Ø 43 cm, Galería Out of Africa, Spanien, Foto: Frank Kleinbach, Copyright: Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa)

Sperrmüll, Abfall, Billigmaterialien – Pure Gold. Upcycled! Upgraded! geht es um die Etablierung eines alternativen ästhetischen Wertekanons, der integrierend und nicht distanzierend sein und der überall und faktisch gelten soll. Die international angelegte Ausstellungstour, die im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) im September 2017 beginnt, widmet sich dem Upcycling – der Wiederverwendung von bereits verarbeitetem Material zur Erschaffung neuer Objekte. Die anhand der vorgestellten Beispiele eingesetzten Materialien sind überall verfügbar, manchmal die einzig vorhandenen „Rohstoffe“. Doch sie werden nach wie vor als Müll und Abfall bezeichnet und als minderwertig angesehen. Gleiches gilt für die zu ihrer Verarbeitung eingesetzten Techniken, das handwerkliche Know-how. Gelingt es jedoch, diesen Produkten hinsichtlich Materialität und Machart diesen Makel der Wiederverwertung zu nehmen, kann damit eine völlig neue Vorstellung von Rohstoff und eine neue Wertschätzung erreicht werden.

Die Designer nutzen bestimmte, oft übersehene oder nicht im Fokus stehende Material- und Produkteigenschaften, die sie in einem von ihnen entwickelten Kontext zur Basis ihres Entwurfs machen und ermöglichen so ein Upgrading der Produkte und der Technik. Die Ausstellung zeigt etwa 75 Exponate und führt dabei zwei Perspektiven zusammen: einen europäischen Teil mit rund 40 Arbeiten und einen außereuropäischen mit voraussichtlich 35 Arbeiten. Die außereuropäischen Stationen umfassen Lateinamerika (Brasilien), Nordafrika (Ägypten), Ostasien (China), Subsahara-Afrika (Zimbabwe), Südasien und Südostasien (Thailand).

Pure Gold ist eine Ausstellung des Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das Kunst- und Kulturaustausch fördert und als Kompetenzzentrum der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft vernetzt. Die Schau besteht aus zwei sich ergänzenden Teilen: der physisch erlebbaren Ausstellung und dem virtuellen Dialograum einer Plattform. Kurator des europäischen Teils der Ausstellung ist Volker Albus, Professor an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und Designer. Die Plattform und Workshops werden von Axel Kufus, Designer und Professor an der Universität der Künste Berlin, entwickelt und verantwortet. (Pressetext)

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10-18 Uhr, Donnerstag: 10-21 Uhr
Donnerstag an oder vor Feiertagen: 10-18 Uhr

Advertisements