Fashion Forward, 3 Centuries of Fashion: Paris vom 07.04. bis 14.08.2016

Hussein Chalayan, Kleid, Frühjahr/Sommer 2000 copyright Les arts Decoratifs, Paris, Foto: Jean Tholance

Das Musée des Arts Décoratifs in Paris feiert mit der Ausstellung „Fashion Forward, 3 Centuries of Fashion (1715-2016)“ den dreißigsten Geburtstag seiner Modesammlung. So wird dem drängenden Wunsch des Publikums entsprochen ein alles umfassendes Panorama der Mode, wenigstens aus den letzten drei Jahrhunderten, zu präsentieren.  Daraus ergibt sich auch die einmalige Gelegenheit, die Schmuckstücke und die Besonderheiten einer nationalen Mode- und Textilsammlung  vorzustellen, die im Dialog mit allen anderen Abteilungen des Museums, die sich der dekorativen Kunst widmen, kuratiert werden. Die Ausstellung ‟Fashion Forward, 3 Centuries of Fashion (1715-2016)” versammelt 300 Objekte aus der Männer-, Frauen- und Kindermode, vom 18.Jahrhundert bis heute, ausgewählt aus der Museumssammlung um einen erneuten chronologischen Überblick zu geben.

Die Arts Décoratifs Modesammlung umfasst heute mehr als 150,000 Teile, von der antiken Textilie bis Haute Couture Kreationen und emblematischen Silhouetten der Pret-a-porter Mode. Auch Accessoires, große Sammlungen von Modezeichnungen und Fotografienranging und die Archive von Ikonen der Mode wie  Elsa Schiaparelli, Madeleine Vionnet und Cristobal Balenciaga. Heute ist die einst nationale Sammlung ein Resultat aus der Verschmelzung zwei wundervoller Sammlungen, der des  Musée des Arts Décoratifs seit seiner Gründung 1864, und der der Union Française des Arts du Costume (UFAC), gegründet 1948 der damals Pierre Bergé als Kustode vorstand.

Um den dreißigsten Geburtstag der Öffnung des Musée des Arts de la Mode zu markieren, das  1986  auf Initiave von Pierre Bergé und der französischen Textilindustrie mit der Unterstützung des Kultusministers Jack Lang, gegründet wurde, würdigt das Das Musée des Arts Décoratifs  dieses kollektive Abenteuer als großen Moment der Mode. Die 300 Exponate nehmen uns mit auf eine Zeitreise duch die wichtigsten Etappen der Mode, indem sie die Schlüsselmomente der Kostümgeschichte hervorheben. Mode beinhaltet die Geschichte sich entwickelnder Techniken, Materialien und Entwürfe, aber auch der sich verändernden Zeiten und Sitten, eine Reflektion von Lebensart. Faszinierend im Dialog mit der Kunst ihrer Zeit, genauso wie die Helden der Couture es waren, Charles-Frederick Worth, Jacques Doucet, Paul Poiret, Jeanne Lanvin, Madeleine Vionnet, Gabrielle Chanel, Christian Dior und Yves Saint Laurent.

Da die gesamte Modegeschichte eine Geschichte von „body and style“ ist überliess man dem britischen Choreographen und Tänzer Christopher Wheeldon, einst Star des New York City Ballet und 2014 Gewinner eines Tony Awards für seine Bühnenadaption des Filmes von Vicente Minelli „Amerikaner in Paris“. Unterstützt von dem Scenographen Jérôme Kaplan aund Isabelle Vartan, gelang es Christopher Wheeldon der Sammlung eine sinnhaft poetische Dimension zu verleihen, die neues Leben in diese illustren Kreationen bringt, indem sie jede Bühne der Ausstellung in eine eigene Welt verwandelt. Jeder dieser Momente wird durch eine einzigartige Kooperation mit den Tänzern der Pariser Oper gesteigert, deren Choreographie neues Licht auf eine Silhouette, Positur oder Geste wirft, die jeweils charakteristisch für die soziale und künstlerische Evolution des Körpers ist. (freie Übertragung des Pressetextes)

Musée des Arts décoratifs
107, rue de Rivoli
75001 Paris
France

Öffnungszeiten

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