manu factum 2015: Staatspreis für Kunsthandwerk Nordrheinwestfalen, MAKKöln vom 22.08. bis 11.10.2015

manu factum 2015

Seit mehr als 50 Jahren kürt das Land Nordrhein-Westfalen regelmäßig seine besten Vertreter im Bereich der Angewandten Kunst. In einem breit angelegten Wettbewerb stellen sich alle zwei Jahre bis zu 450 Gestalter – darunter solche mit klassisch-handwerklichem Background oder stärker design-orientierte – dem Urteil der Fachjury, um einen der begehrten Staatspreise im Kunsthandwerk zu erhalten.

Die Ausstellung „manu factum“ präsentiert ab August mit den Arbeiten der erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer einen Querschnitt des zeitgenössischen Kunsthandwerks: Handwerkliches Können und Materialbeherrschung, Innovation und Experiment sind die Kriterien für die Zulassung. Formal strenges Design findet seinen Platz neben dem verspielten, mit leichter Hand geschaffenen Entwurf, der schlichte Gebrauchsgegenstand behauptet sich neben der freien künstlerischen Arbeit. Diese Bandbreite ist erlaubt – und gewünscht. Die Ausstellung wird so zu einer Plattform für den Austausch mit anderen Kreativen. Aber auch und vor allem mit dem Publikum.

27. Landesausstellung mit neuem Konzept


Statt der bisher am Material orientierten Werkbereiche waren in diesem Jahr die Arbeiten erstmalig in den sechs Themengruppen MÖBEL, SKULPTUREN, SCHMUCK, KLEIDUNG, MEDIEN und WOHNEN einzureichen. Von der Neu-Orientierung versprachen sich die Ausrichter des Wettbewerbs nicht weniger als einen Kreativitätsschub. Was das Kunsthandwerk von jeher auszeichnete – der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand –, aber auch neuere Tendenzen hin zum konzeptuellen Arbeiten erfahren eine stärkere Würdigung. Und die neue „Wahlfreiheit“ hat der Inspiration gut getan: So frisch, vielseitig und ambitioniert zeigt sich die Landesausstellung in ihrer 27. Auflage.

Das Beste: Der Staatspreis
Seit den 1960er Jahren wird dieser am höchsten dotierte Preis im Kunsthandwerk in Deutschland für herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens vergeben. In diesem Jahr noch einmal deutlich aufgewertet, soll so der kleine, aber feine Bereich zwischen Kunst und Handwerk nachhaltig gefördert werden. Garant für die Qualität ist ein zweistufiges anonymisierte Verfahren; nach Vorauswahl durch eine Fachjury entscheidet eine weitere Kommission aus Vertretern des (Kunst)Handwerks, der Wissenschaft, der Architektur und der Museen sowie der Ministerien und der Staatskanzlei über die Vergabe der Preise. Wettbewerb und Ausstellung werden gemeinsam von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks NRW (ADK) durchgeführt.
Und noch etwas Besonderes macht den Reiz dieser Schau von und für Kunstbewegte hierzulande aus: Die „manu factum“ findet abwechselnd im Rheinland und im Ruhrgebiet statt. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft übernommen, die Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch Wirtschafts- und Handwerksminister Garrelt Duin. Nach 1995 ist das MAKK zum zweiten Mal Gastgeber der Landesausstellung und ab sofort fester Partner im vierjährigen Turnus, zusammen mit dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund. (Pressetext)

Mehr Informationen HIER

Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln

Dienstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr geöffnet

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