… von Natur aus ist alles schon da! Die Formen und Strukturen, die Farben, das Raue, Grobe und das Feine, Filigrane, das Licht und das Dunkel, das Transparente und das Opak. Es umgibt und fasziniert uns überall, auf dem Spaziergang durch einen Wald, am Fluss entlang, im Tal, auf den Bergen, am Meer. Selbst in der Stadt kämpft es sich durch Steine und Beton ans Licht, behauptet seinen Platz und übernimmt in jedem unbeobachteten Augenblick. Von Natur aus ist alles schon da!
Zu allen Zeiten berührte die Allgegenwart der Natur uns Menschen in ihrer unwiderstehlichen Schönheit und Vollkommenheit. Bis heute wirkt ihre übermächtige Inspirationskraft auf unser aller Kultur und Kreativität, in den nicht nachlassenden Versuchen sie zu durchschauen und zu erforschen, doch auch in ihrer Nachahmung, ihrer Darstellung, ihrer Abstraktion, ihrer Interpretation…mit ihren ureignen Materialien. Man kann nur staunen über die unerschöpfliche, unermessliche Vielfalt ihrer Inspiration!
Mit dem sicheren Blick für das ganz Besondere wählte Eva Maisch sieben künstlerische Positionen zum Thema „Von Natur aus …“ für ihre diesjährige Sommerausstellung, die sie gemeinsam mit den Künstler*innen im Hofstall in Lindelbach präsentiert.
Hier kann man erfahren, wie sich die Kraft und Schönheit eines gewachsenen, nun gefallenen, Baumes in faszinierenden Gefäßskulpturen bannen lässt (Konrad Koppold). Wie sich in der Begegnung von Holzform und flüssigem Glas unaufhörlicher Wandel und gleichzeitige Beständigkeit, das scheinbar unendliche Wachstum und der Zerfall, skulptural eindrucksvoll manifestieren lässt (Andreas Rier). Wie zarte Linien, Schichten, Falten natürliche Strukturen in poetische Schmuckzitate verzaubern (Petra Dömling). Wie Stroh zu Gold wird, indem es, inspiriert an der Fülle natürlicher Blüten-, Früchte-, Sprossen-, und Kelchformen dekorativ verflochten wird (Christiane Englsberger). Wie aus der Fläche zarte, blütenhaft komplexe räumliche Strukturen entstehen (Mirjam Hiller) Wie sich flüchtige Naturphänomene in architektonische Schichtungen oder strenge Linienspiele verwandeln (Victoria Martini) Wie unglaublich dünne aber strukturell stabile Keramikwände mit organischen Formen in Einklang gebracht werden können, die an Blumen, Meereslebewesen und geologische Formationen erinnern (Zsolt József Simon). Als Metamorphosen der Natur, fantasievoll, zart, aber auch skulptural und überraschend, erzählen all diese Exponate von der Meisterschaft, Handwerk und Gestaltung in genialer Symbiose zusammen zu führen. (Text: Schnuppe von Gwinner)
Eröffnung am 3.Juli 2026 um 19 Uhr mit einer Einführung durch Julie Metzdorf
Waldleinstraße 1, 97236 Randersacker
Öffnungszeiten: Samstag 14 bis 21 Uhr | Sonntag 11 bis 18 Uhr


