Positionen zur Freiheit – Gestaltung und ihre Grenzen: Frankfurt a.M. bis 28.06.2026

Ausstellungsansicht | Foto: Guenzel Rademacher, Museum Angewandte Kunst Frankfurt a.M.

Ist Gestaltung ein Werkzeug der Befreiung, der Unterdrückung oder beides zugleich? Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main widmet sich dieser Frage. Die Ausstellung Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen versteht ihren Titel als Methode und entfaltet das Thema als Spektrum in einer dreiteiligen Ausstellungsstruktur: eine Gruppenausstellung, hervorgegangen aus einem Open Call und einer Kooperation mit dem Museum, neue Arbeiten beauftragter Designer:innen (Fellows) sowie ein Reader mit theoretischen Beiträgen und Gesprächen.

Freiheit gestalten heißt, Ambivalenz zu gestalten.

Zwischen Ästhetik und Norm schaffen Designer:innen konkrete Dinge, wie Werkzeuge, Mobilitätskonzepte oder Mode und legen damit fest, was möglich erscheint. Dabei entstehen nicht nur Lösungen, sondern oft auch Ausschlüsse und neue Formen von Normalität. Mit einer großen Bandbreite an Arbeiten und Formaten nähert sich Positionen zur Freiheitdem Begriff der Freiheit aus unterschiedlichen Perspektiven an. Zutage tritt ein vielschichtiges Konzept, das sich, wenn überhaupt, nur in seiner Vielfalt erfassen lässt.

Dabei zieht sich eine zentrale Beobachtung durch die Ausstellung: Freiheit ist ambivalent. Sie lässt sich nur im Verhältnis zu ihren Grenzen und Beschränkungen verstehen, seien diese räumlicher, sozialer oder individueller Natur. Gestaltung macht diese Spannungsverhältnisse sichtbar und erfahrbar, ebenso wie die Auswirkungen von Unfreiheit.

Auch wenn sich die Ausstellung bewusst offen dem Begriff der Freiheit nähert, folgt sie einer kuratorischen Haltung, die Freiheit nicht als Durchsetzung des Stärkeren begreift, sondern als ein Konzept, das auf universellen Menschenrechten und einem empathischen Miteinander basiert, zwischen Menschen ebenso wie im Verhältnis zum Planeten, auf dem wir leben.

Ein Projekt der World Design Capital 2026 in Kooperation mit USM

Die Fellows und das Team von USM und the thing, Foto: the thing Fellowship und USM

Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt

Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di, Do–So 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr