Jede Epoche stellt neue Herausforderungen an die Gestaltung und Herstellung von Objekten. Im Moment ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema – und darum geht es in dieser Ausstellung. Dazu gehört der schonende, bewusste Umgang mit Ressourcen, der Einsatz neuer Materialien und Techniken, Recycling und Upcycling, die Reparaturfähigkeit und Wiederverwertung, die hohe Qualität von Gestaltung und Verarbeitung und damit die Langlebigkeit von Produkten. Teilnehmen werden 25 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus allen Gewerken aus ganz Deutschland. Diese Aspekte werden vermittelt anhand von Exponaten, Texten und Filmen.

Die Handwerkskunst hat eine lange Tradition. Viele Gegenstände sind über Jahrzehnte in Gebrauch, man findet sie in privaten Wohnungen und auch in den Sammlungen von Museen und Galerien – ein klarer Beweis für ihre Qualität und Langlebigkeit. Heute sind auch noch andere Aspekte wichtig. Dabei liegt der Fokus auf der Nachhaltigkeit: ein bewusster Umgang mit Ressourcen, der Einsatz neuer Materialien und Techniken, Recycling und Upcycling, Reparaturen… entscheidendes Kriterium ist nach wie vor die hohe Qualität von Gestaltung, Material und Verarbeitung. – Und um all diese Themen geht es in der Ausstellung.
Präsentiert werden aktuelle Arbeiten von 28 KunsthandwerkerInnen aus den Bereichen Schmuck, Keramik, Holz, Textil und Metall. Sie zeigen ihre Objekte, bieten sie zum Verkauf an und liefern Informationen über die Besonderheiten in Bezug auf Material und Herstellungsprozess. Dabei gibt es Erstaunliches zu entdecken:
Zum Beispiel die Schmuckstücke von Tamara Grüner. Sie kombiniert historische Materialien mit aktuellem Design. Dadurch entsteht eine Verschmelzung vergangener Epochen mit aktueller Kunst. Felix Votteler verwendet ausschließlich heimische Hölzer für seine Objekte, frisches Holz von Bäumen, die meist krankheitsbedingt gefällt werden und nicht aus der industriellen Forstwirtschaft stammen. Nach der Bearbeitung beim Trocknen verzieht es sich und prägt so die endgültige Form. Anstelle von tierischem Leder setzen Elena & Nicola Burggraf für ihre Taschen das neue Material Mirum ein, es ist komplett plastikfrei und recyclebar. Michael Heckmann präsentiert Gebrauchskeramiken, die aus dem neuen Werkstoff „green body“ gedreht sind, einem Ton aus 100 % Sekundarrohstoffen. Die Teppiche von Ute Ketelhake bestehen aus GOTS zertifizierten, fabrikneuen Schurwollstoffen, die beim Zuschnitt der Bekleidungsindustrie abfallen (pre- consumer waste). – Auch Experimente mit neuen Materialien und Techniken sind zu sehen.
An allen Wochenenden ist eine/r der Ausstellenden vor Ort und steht für Fragen und Erklärungen bereit.
Die Ausstellung wird ergänzt durch Materialproben und Werkzeuge.
* Perspektive: Blick auf aktuelle Entwicklungen und in die Zukunft
* Perspektive: Blick auf die verschiedenen Aspekte der Handwerkskunst
Organisation: Susanne Goldbach, Goldschmiedemeisterin Karlsruhe Konzept: Judith Brauner und Elke Müller für den BdK Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg
Den Flyer gibt es hier zum herunterladen.
Regierungspräsidium Karlsruhe am Rondellplatz
Karl-Friedrich-Straße 17 I 76133 Karlsruhe
Öffnungszeiten: täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

