Der Künstlerin Felice Rix-Ueno (1893–1967) widmet das MAK Wien eine Ausstellung. Mit ihrem hochpoetischen, eigenständigen Stil etablierte sich Felice Rix-Ueno als eine der bemerkenswertesten Künstler:innen der Wiener Werkstätte (WW). Sie entwarf Hunderte Entwurfszeichnungen für die WW, vor allem für Stoffmuster, aber auch für Tapeten, Stickereien, Emailarbeiten, Mode- und Wohnaccessoires, Spielzeug und Gebrauchsgrafik. In ihrer zweiten Heimat Japan reüssierte sie als Universitätsprofessorin und Gründerin eines eigenen Designinstituts. Dieser einzigartigen Gestalterin, deren Geburtstag sich heuer zum 130. Mal jährt, widmet das MAK die erste Personale außerhalb Japans mit rund 200 Objekten und bietet damit einen breiten Querschnitt durch ihr Œuvre.

Um 1914 entwarf Rix-Ueno ihre ersten Arbeiten für die berühmte Wiener Werkstätte (WW). Sie studierte zu dieser Zeit bei Josef Hoffmann, der die WW gemeinsam mit Koloman Moser und Fritz Waerndorfer gegründet hatte und seine Schüler:innen vielfach zur Mitarbeit einlud. Inspiriert von der japanischen 2 Formensprache, die etwa anhand von Färberschablonen (Katagami) in der Kunstgewerbeschule vermittelt wurde, bildete Rix-Ueno ihren unverwechselbaren Stil aus. Bis zur Auflösung der WW 1932 war Felice Rix-Ueno eine ihrer wesentlichen Gestalter:innen. Im Zuge der Einrichtung einer WW-Filiale auf der Kärntner Straße 1918 beschäftigte sie sich erstmals mit dem Thema Wandmalerei. Auf diesem Gebiet sollte sie bis zuletzt herausragende Gestaltungen schaffen (Pressetext)
MAK, Zentraler Raum MAK DESIGN LAB
MAK, Stubenring 5, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di 10–21 Uhr, Mi bis So 10–18 Uhr

