Walking in the Void: Ebeltoft (DK) vom 12.06.2020 bis 11.04.2021

Glasmuseet Ebeltoft freut sich bekannt zu geben, dass seine große Sommerausstellung „Walking in the Void“ am Freitag, den 12. Juni 2020 eröffnet wird. Eine virtuelle Tour der Künstler wird am Samstag, den 13. Juni um 14 Uhr MESZ auf Facebook Live gestreamt. Das Hauptmedium der Ausstellung mag Glas sein, aber ihre Absichten gehen weit über Material und Techniken hinaus. Stattdessen wird es unseren Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit und den Platz der Menschheit innerhalb der geologischen Geschichte des Universums richten. Die Künstler hinter der Ausstellung, Philip Baldwin & Monica Guggisberg, zählen zur Elite der zeitgenössischen Künstler, die mit Glas arbeiten.

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Monica Guggisberg und Philipp Baldwin | Foto: Alex Ramsay

In ihrer Einzelausstellung Walking in the Void wenden sich das amerikanisch-schweizerische Ehepaar Philip Baldwin und Monica Guggisberg einigen grundlegenden Fragen unserer Zeit zu – dem Ort der Menschheit und tatsächlich unseres Planeten im Universum und in der geologischen Geschichte – und stellen Sie sie in den Kontext der Herausforderungen, vor denen wir heute stehen.

Die Künstler sagen: „Wie die jüngsten globalen Ereignisse gezeigt haben, war die Fragilität unserer Zivilisation noch nie so offensichtlich, und die Notwendigkeit, einen alternativen Weg nach vorne zu finden, wird immer dringlicher. Bei allem wissenschaftlichen Verständnis können wir nicht umhin zu fragen, ob uns fehlt, was die Alten für selbstverständlich hielten – ein Sinngefühl im Universum – eine Denkweise, die sie in ihr tägliches Leben eingewoben haben? Könnte uns ein solcher Überblick helfen, unsere derzeitige existenzielle Angst zu überwinden und einen Weg aus dieser Dunkelheit heraus zu finden?“

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Baldwin & Guggisberg – Installation mit Glasobjekten | Foto: Glasmuseet Ebeltoft

Baldwin & Guggisberg haben in vier Jahrzehnten die Ästehtik von Glas erforscht und unverwechselbare zeitgenössische Skulpturen in ihrem Medium geschaffen. Als einige der weltweit führenden internationalen Künstler, die hauptsächlich mit Glas arbeiten, sind sie besonders für ihre Beherrschung des Battuto bekannt, einer italienischen Technik, bei der die Oberflächenschicht des Glases geschnitten wird, um darunter liegende farbige Schichten freizulegen. Die Ausstellung im Glasmuseet Ebeltoft markiert eine zunehmende Verschiebung der künstlerischen Praxis des Paares hin zu einem Fokus auf symbolische Inhalte und einer tief empfundenen Auseinandersetzung mit den globalen politischen und ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

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Baldwin & Guggisberg, Meteors for our Time | Foto: Alex Ramsay

Eine wichtige Inspirationsquelle war das von Dougald Hine und Paul Kingsnorth gegründete Dark Mountain Project, eine Kulturbewegung, von der die New York Times 2014 vorausgesagt hatte, dass sie „die Umweltdebatte in Großbritannien und im übrigen Europa verändern“ würde. In The Dark Mountain Manifesto (2008) suchen die Herausgeber Autoren, „die Geschichten herauszufordern, die unserer Zivilisation zugrunde liegen: den Mythos des Fortschritts, den Mythos der menschlichen Zentralität und den Mythos der Trennung von der“ Natur“.“Sie lehnen unser Recht auf beständiges Wirtschaftswachstum und die Idee ab, dass Technologie die katastrophalsten Auswirkungen der globalen Erwärmung abwehren kann, und erkennen stattdessen die Notwendigkeit an, einen alternativen Weg nach vorne zu finden. Zusammen.

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Baldwin & Guggisberg, Details eines Meteoritenschauers Foto: Alex Ramsay

Dieses Denken untermauert die Ausstellung „Walking in the Void“ von Baldwin & Guggisberg, die aus einer Reihe von Innen- und Außeninstallationen bestehen wird, die speziell für das Glasmuseet Ebeltoft geschaffen wurden. Den Hauptraum des Museums wird ein Labyrinth aus Stahlstäben dominieren, die die Galerie durchziehen und die zwölf Tierkreiszeichen und in ihnen Erde, Mond, Asteroiden und Planeten darstellen. Die Zuschauer können die Komplexität unseres lokalen Universums und ihre Beziehung dazu erleben. Andere Installationen beinhalten einen riesigen Schauer von Meteoren und Kometen – ein Symbol für die katastrophalen Ereignisse, die die Erdgeschichte zeitweise unterbrechen und uns an unsere eigene Bedeutungslosigkeit erinnern; ein langsam schwingendes Pendel, das die vierte Dimension, die Zeit, darstellt, und eine acht Meter lange Parade von Artefakten, die die Flugbahn der Zivilisation seit dem Ende der letzten Eiszeit erforschen.

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Baldwin & Guggisberg, The Pilgrims Boat | Foto: Christoph Lehmann

Die Präsentation von Baldwin & Guggisberg in Ebeltoft beinhaltet auch ein drei Meter langes Boot (The Pilgrims ‚Boat), das in der Kirche von Ebeltoft gezeigt wird. Das Boot, das 2018-2019 im Rahmen von Under an Equal Sky in der Kathedrale von Canterbury ausgestellt wurde, ist mit 32 Amphoren aus geblasenem und geschnittenem Glas gefüllt, die die Reise der Menschheit im Allgemeinen sowie den menschlichen Drang zum Weiterziehen, Fliehen, Transportieren und Erkunden symbolisieren. (freie Adaption des englischen Pressetextes)

THE PILGRIMS’ BOAT
12.06.2020–11.04.2021 | Ebeltoft Church, Grønningen 2, DK – 8400 Ebeltoft

 

 

WALKING IN THE VOID – PHILIP BALDWIN & MONICA GUGGISBERG
12.06.2020–11.04.2021 | Glasmuseet Ebeltoft, Strandvejen 8, DK – 8400 Ebeltoft

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr

 

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