Birgit Schlarmann und Götz Bury – Aura: Wien vom 24.01. bis 17.03.2019

Birgit Schlarmann: Ring, 2018 | Götz bury, Küchenleselampe | Foto: Götz Bury

Die Synthese prachtvoller Geschmeide und ikonischer Tabernakel.
Zwei Koryphäen im Dialog.
Eine Übertreibung.
Die Galerie V & V im 1. Wiener Gemeindebezirk zeigt zwei künstlerische Positionen, die durch ihre unterschiedliche Materialwahl zunächst in völligem Kontrast zu stehen scheinen. Den glänzenden, metallischen bildhauerischen Experimenten Götz Burys werden die weichen, floralen Gebilde Birgit Schlarmanns gegenüber gestellt. Auf der einen Seite steht das Spiel mit dem Pompösen, der vorgeführten Dekadenz sakraler und profaner Machtsphären. Auf der anderen findet sich das Natürliche, der fortschreitend bis zur Überwucherung erblühende schmuckhafte Ausdruck. Das Zusammenspiel der beiden künstlerischen Ansätze lässt dabei ein zeitgenössisches Panoptikum erwachsen, das als kritischer Blick auf die ehemalige Kaiserstadt Wien verstanden werden kann, die nach außen hin gerne als zwischen Tradition und Moderne gefangene Matrone präsentiert wird. Liturgische Geräte und Insignien, wie Krone oder Zepter, sind aus silbernen Löffeln, Eierbechern und Zitronenpressen konstruiert. Die Juwelen, Geschmeide und apotropäischen Amulette bestehen aus Filz, vielfarbigen Stoffen und Glasperlen. So eröffnet sich eine Schatzkammer, in der die Tabernakel aus Käsereiben Aufbewahrungsstätten für wollene Reliquien sind und Kurioses auf Zauberhaftes trifft. Ohne Übertreibung… (Text: Fabia M. Podgorschek)

Galerie V&V
Bauernmarkt 19
1010 Vienna
Österreich

Öffnungszeiten: Montag & Dienstag nach Vereinbarung, Mittwoch, Donnerstag und Freitga 13 -19 Uhr, Samstag  12-18 Uhr