Elke Sada – Farbe in Bewegung: Leipzig vom 24.01. bis 18.03.2017

Elke Sada: Hallstattpiece Panurus biarmicus und ein Rohling

Faszinierend und auffällig an Elke Sadas Keramiken ist nicht nur die beinahe tänzerische Ausstrahlung der Formgebung, sondern auch die Kühnheit ihres prächtigen Farbenspiels. Streifen und Linien balancieren sich scheinbar mühelos in fragile Gebilde. Grobe, halbmeterhohe Vasen, plustern ihren Körper im Gefieder explodierender Farben. Abstrakte Bildkompositionen verwandeln sich keck in Zylinderformen. Spielerisch und eigenwillig tanzt sie zwischen verschiedenen Werkserien von Benutzbarem und keramischer Plastik hin und her. (Pressetext)

Eine Vase, eine Kanne, ein Becher ist bei Elke Sada immer viele Vasen, Kannen, Becher. Wie man sie auch dreht und wendet, immer ergibt sich ein neues Bild, passend zur Laune, zum Wetter oder zum Tischtuch. Elke Sada erlaubt sich viele Freiheiten. Sie holt die Malerei auf ihre Formen. Flächen, Linien, Punkte, Kleckse, Tropfnasen und kleine Kritzeleien. Da ist zuerst die ganz große Begeisterung der Künstlerin in großen Gesten Farben zu malen, schwungvoll Akzente zu setzen, vom Ganzen ins Detail zu locken.

Elke Sada erlernte die Grundlagen ihres Handwerks in verschiedenen Werkstätten, berufsbegleitend.Sie war 12 Jahre in der chemischen Forschung in den USA und Italien tätig. Als sie bemerkte, dass ihre Leidenschaft für den Umgang mit Ton grundsätzlicher Natur ist, entschied sie sich für eine Ausbildung in England. Zuerst studierte sie im südenglischen Bath und vertiefte ihre künstlerische Entwicklung am Royal College of Art in London, wo sie den Master of Arts in Ceramic and Glass machte. In dieser Zeit beschäftigte sich gleichermaßen intensiv mit keramischen Techniken und freier Kunst um schliesslich für sich selbst einen ganz eigenen Weg zu erschliessen, der die Malerei als immanenten Teil ihres Werkes mit einbezieht.

Mit ihren Methoden eröffnete sich Elke Sada beglückende Möglichkeiten kreativer Freiheit. Ihre Malereien stecken voller beherzter Intuition, die Einzigartiges schafft, jedes Mal auf’s Neue. Also ist jedes Ihrer Werke schon von seinem Ursprung her ein Unikat und unwiederholbar. Dieses Prinzip verspricht jede Menge Abwechslung für die Künstlerin und ihre Anhängerschaft. Seit vielen Jahren ist ihrem Werk freudige Bewunderung sicher.

Elke Sada wird heute in ganz Europa gerne gesehen. Eingeladen zu Ausstellungen, Symposien und Workshops erzählt und diskutiert sie über ihre Arbeit und ihre Inspirationen. Gleichzeitig tauscht sie sich intensiv mit ihren Kollegen und Freunden aus und hält Kontakt in alle Welt. Auf dieser Basis großer Anerkennung, die offiziell auch in mehreren Preisen ihren Ausdruck fand, wächst ihr Mut, die Dinge weiter voran zu treiben, zu experimentieren und zu neuen Werkgruppen zu kommen.

© Schnuppe von Gwinner

terra rossa Keramikgalerie, Roßplatz 12, 04103 Leipzig

Öffnungszeiten Mo-Fr: 10 bis 18 Uhr, Sa 11 bis 15 Uhr