Preisträger: Grassimesse 2016

Die Preisträger 2016 von links nach rechts: Ezra Dilger, Sarah Pschorn, Lutz Könecke, Melanie Nuetzel, Petra Zimmermann, Laura Pelizzari

Am Donnerstag den 20.10.2016 wurde die Grassimesse mir einem fünffachen Tusch eröffnet, der nach der Eröffnungsrede von Museumsdirektor Dr. Thormann und dem Grußwort des Leipziger Oberbürgermeisters Jung die „Lust auf Messe“ richtig schürten.

PREISTRÄGER 2016

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Installation der Vasenobjekte von Sarah Pschorn – Foto: Grassimuseum

Sarah Pschorn machte 2016 ihr Diplome in Plastik, Kunstrichtung Keramik an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichensten und erhält auf der Grassimesse 2016 gleich den Grassipreis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung. Ihre Keramiken sind ein „Plädoyer für das Süßliche, das Sentimentale, für das Spiel zwischen Heiterkeit und Schwermut“ freut sich die Jury.

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Vaenobjekte Lutz Könecke – Foto: Grassimuseum

Deren Opulenz steht die sachliche Monumentalität der Keramikmontagen von Lutz Könecke aus Großenrode gegenüber, eine gewisse Verwandschaft beider Ansätze lässt sich nicht übersehen. Er bekommt den Grassipreis der Sparkasse Leipzig für seine aus mehreren Teilen bestehenden Gefäßmontagen.

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Petra Zimmermann; Ringe aus kleinen Börsen – Foto: Grassimuseum

Den Appoline-Preis, gestiftet von Delphine Saucier und benannt nach ihrer Tochter, erhält die österreichische Schmuckgestalterin Petra Zimmermann für ihre originellen Transformationen von Dingen in Schmuckstücke. In diesem Sommer besuchte ich sie in ihrem Wiener Atelier – das Ergebnis kann man in einem Artikel des Magazins Experience 2/16 nachlesen.

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Halsschmuck von Melanie Nutzel – Foto: Grassimuseum

Über den Grassipreis der Galerie Slavik/ Wien kann sich Melanie Nützel aus Bayreuth freuen. Spielerisch und unermüdlich erforscht sie die Zusammenhänge von Natur und Mode, ihre opulenten Halsketten überzeugten die Jury.

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„Habibi House, Laura Pelizzari und Ezra Dilger – Foto: culturtraeger

Der von der Firma culturtraeger gestiftete Grassi-Nachwuchspreis geht an Laura Pelizzari und Ezra Dilger für ihr Projekt „Habibi House“. Sie sind Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle/Saale. Diese beiden Preisträger wählte eine Fachjury der Kunsthochschule Halle aus. Die von Prof. Vincenz Warnke betreute Arbeit wird von Culturtraeger GmbH angekauft und in die Sammlung des GRASSI Museums Leipzig aufgenommen.
Mit dem Projekt sollte die Vision eines lebendigen, aufgeschlossenen Wohnens und Arbeitens in die Tat umgesetzt werden: Gemeinsam mit regionalen Unternehmen und Geflüchteten aus Bau- und Handwerk werden Wohnmöglichkeiten für Geflüchtete im urbanen Raum geschaffen. Unterschiedliche kulturelle Stile und Handwerksfertigkeiten werden in der Gestaltung vereint, aus dem ein neuer Stil entsteht.

Herzlichen Glückwünsche an alle Preisträger!

Inzwischen begrüßen wir schon den letzten Tag dieser bunten, belebten Grassimesse 2016, die von begeisterten Besuchern aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland geradezu geflutet wird – ein echtes Erlebnis!

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