Künstlerische Arbeit auf ein Fundament gesetzt: Porzellanikon, Selb am 6.11.2015

Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan, Selb, veranstaltete aus Anlass des 75. Geburtstags von Marcello Morandini ein von Professor Francois Burkhardt konzipiertes Symposium zum Thema „Künstlerische Arbeit auf ein logisches Fundament gesetzt“. Es gelang, neben Professor Burkhardt,  dafür bedeutende internationale Persönlichkeiten wie Professor Gomringer, Rehau, Professor Giovanni Anceschi, Mailand, Professor Florian Hufnagl, München und Professor Fritz Frenkler, München, zu gewinnen.

Die allgemeine Haltung im Design verlangt noch oft eine strikte Trennung der Gattungen und behauptet, dass Erneuerungen auf ein immanentes rationales System aus Technik, Produktionsverfahren und Marktanalyse basieren. Aus anderen Wissenschaften ist bekannt, dass Innovationen innerhalb der Gattungen meist ausübergeordneten Aspekten anderer Bereiche abgeleitet werden.

Wichtige Einflussgröße ist hier die zumeist als subjektiv und irrational angesehene Kunst. Aus bestimmten Gründen nähern sich die Entwicklungen von Kunst und Design unter gewissen Prämissen an. Untersucht man das Design, gemeint ist hier besonders die visuelle Kommunikation und das Produktdesign, unter den formalen Analogien zur Kunst, stellt man fest, dass jede Kunstbewegung einen Einfluss auf das Design hatte und nicht
umgekehrt. Dies liegt u. a. darin begründet, dass die industrielle Ausführung mit ihren Anpassungen an die technischen und produktiven Bedingungen mehr Zeit braucht um Formen entstehen zu lassen.

Das Symposium, konzipiert von Prof. Francois Burkhardt, wollte historische wie gegenwärtige Aspekte dieser Beziehungen und Zusammenhänge sichtbar machen. Als Beispiel dafür wählte man das Werk des Künstlers, Designers und Grafi kers Marcello Morandini. Ebenso wurden aktuelle Positionen zu diesem Thema diskutiert.

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