Großformatig, farbenfroh und spielerisch – die Arbeiten der Bildhauerin Clémence van Lunen (geb. 1959) verbreiten beim Betrachten eine „kribbelige Unruhe“. Ihre Skulpturen beeindrucken durch ihre Monumentalität, eine geknetete, lebendige Oberfläche und eine gewisse humorvolle Rätselhaftigkeit. Aus Keramik formt sie große Werke von scheinbar simplen Dingen wie Vögeln, Blumen, Landschaften oder faltenreichen Vorhängen. Und obwohl sie raumgreifende Volumen jenseits von Gefäßformen schafft, behalten sie den spielerischen Charakter einer Skizze. Dabei lenkt van Lunen nicht ohne Ironie immer wieder den Blick auf den immensen Aufwand und freudigen »Kampf«, den sie betreibt, um ihre Skulpturen, meist in Serien, zu konstruieren.

In den 1980er-Jahren arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in Holz und Stein. Zu Beginn der 2000er-Jahre wandte sie sich durch Reisen nach China der Keramik zu und gehört heute zu einer Handvoll Bildhauer*innen, die im Grenzbereich zwischen Keramik und Skulptur arbeiten. Für die Belgierin, die in Frankreich lebt, ist es die erste Präsentation in Deutschland. (Pressetext)
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Keramis – Centre de la Céramique in La Louvière (Belgien), gefördert durch den Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses e. V.
Zur Ausstellung ist ein dreisprachiger Katalog erschienen. Er wurde anlässlich der Ausstellungen „Clémence van Lunen. Une joyeuse intranquillité (Keramis – Centre de la céramique, La Louvière, Belgien, 11. Oktober 2025 bis 1. März 2026) und Clémence van Lunen. Kribbelige Unruhe (Gerhard-Marcks-Haus, Bremen, Deutschland, 22. März bis 28. Juni 2026) veröffentlicht. Es beinhaltet vier Aufsätze mit Texten von Harry Bellet, Nina Childress, Arie Hartog und Ludovic Recchia sowie einen Werkkatalog, 181 Seiten, dreisprachig (englisch, französisch und deutsch), 143 Abbildungen s/w und farbig. ISBN 978-2-37074-288-9
Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208
28195 Bremen
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr | Donnerstag 10 – 21 Uhr
