Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentiert zusammen mit der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. die Wettbewerbsarbeiten des Richard-Bampi-Preises 2025. Die vom Verein ausgelobte Auszeichnung zählt zu den wichtigsten und mit 15.000 Euro höchstdotierten Keramikpreisen Deutschlands. Sie dient der Förderung des künstlerischen Nachwuchses im Bereich Keramik und wird in diesem Jahr bereits zum 17. Mal vergeben. Diese treten in Dialog mit Kunstwerken von Richard Bampi selbst. Der Ausstellungsort im Japanischen Palais, dem Porzellanschloss August des Starken, verweist auf die lange Tradition und Leidenschaft für keramische Kunstwerke aus Asien und Europa in Sachsen.

© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp
Der Förderpreis und die sich anschließende Ausstellung eröffnen Möglichkeiten für Impulse und Neues im Material Keramik. Dabei erstreckt sich die Bewertung nicht auf ein Einzelstück; vielmehr soll in einer Zusammenschau die momentane künstlerische Qualität des keramischen Schaffens der Teilnehmenden deutlich werden.

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Zu diesem Anlass werden Arbeiten von Richard Bampi, dem Ideengeber des Wettbewerbs, aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums gezeigt, die mit den Wettbewerbsarbeiten in einen Dialog treten. Die zeitgleich in benachbarten Räumen stattfindende Ausstellung „Mythos Handwerk. Zwischen Ideal und Alltag“ beleuchtet die enge Verwobenheit zwischen Kunst und Handwerk, die auch der Arbeit mit dem Material Keramik innewohnt. Der Ausstellungsort im Japanischen Palais, dem Porzellanschloss August des Starken, verweist auf die lange Tradition und Leidenschaft für keramische Kunstwerke aus Asien und Europa in Sachsen. Parallel findet im Obergeschoss die Ausstellung „Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR“ der Porzellansammlung statt. Das Palais bietet damit spannende Einblicke in die jüngere Geschichte der Porzellanmanufaktur Meissen und auf jüngsten Talente der Keramikkunst.

© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp
Richard Bampi (1896-1965) zählt zur künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und studierte bei Walter Gropius am Bauhaus. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., die aus seiner Nachlassstiftung den Richard-Bampi-Preis mit einer Prämie von 15.000 € vergeben. In Kooperation mit einem Museum oder einer kulturellen Einrichtung findet alle drei bis fünf Jahre ein Wettbewerb um den Richard-Bampi-Preis statt, an dem sich junge, künstlerisch hochbegabte Keramikerinnen und Keramiker, die selbstständig in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten, beteiligen können.

© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp
Am 16. August kam eine hochkarätige, internationale Jury in Dresden zusammen, darunter Manon Bursian (Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt), Thomas A. Geisler (Direktor des Kunstgewerbemuseums, SKD), Christiane Mennicke-Schwarz (Leiterin des Kunsthauses Dresden), Helena Sekot (Künstlerin, Gewinnerin des Richard-Bampi-Preises 2022), und Julian Stair (führender britischer Keramikkünstler), um die Gewinnerarbeiten auszuzeichnen.
Die 61 ausgestellten Arbeiten zeigen die Bedeutung der Keramik als Medium mit gestalterischer Raffinesse und Potential für zeitgenössische Auseinandersetzung. Die künstlerische Bandbreite ist facettenreich und reicht von traditioneller Gefäßkeramik bis zu abstrakten, experimentellen Positionen. Zu sehen sind unter anderem opulente, heitere Kunstwerke von Frank Jimin Hopp, poetische Stillleben von Catherine Sanke, konzeptionelle Lösungen bei Lena Becerra, minutiös durchdachte Gruppierungen von Chungwoo Yoo, formal ausgewogene, elegante Gefäße von Alessa Dresel, verspielte Formen und originelle Dekore von Lina Wiedwald.

© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp
Die Nominierten sind: Jutta Bauch, Jule Bulant, Alejandra Lena Becerra Draghi, Alessa Dresel, Maya Fenderl, Joshua Grabietz, Frank Jimin Hopp, Verena Kühn, Catherine Sanke, Nico Schipp, Kathrin Schuster, Lina Wiedwald und Chungwoo Yoo.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
