Richard-Bampi-Preis 2025: Dresden vom 06.09.2025 bis 02.11.2025

Preisträger, Juroren und Organisationsteam des 17. Richard-Bampi-Preis 2025 in Dresden, v.l.n.r. Klára Němečková, Ramona Stauner, Dr. Christian Lechelt, Magdalena Schnabel, Chungwoo Yoo, Lina Wiedwald, Frank Jimin Hopp, Manon Bursian, Christiane Mennicke-Schwarz, Thomas A. Geisler

Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentiert zusammen mit der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. die Wettbewerbsarbeiten des Richard-Bampi-Preises 2025. Die vom Verein ausgelobte Auszeichnung zählt zu den wichtigsten und mit 15.000 Euro höchstdotierten Keramikpreisen Deutschlands. Sie dient der Förderung des künstlerischen Nachwuchses im Bereich Keramik und wird in diesem Jahr bereits zum 17. Mal vergeben. Diese treten in Dialog mit Kunstwerken von Richard Bampi selbst. Der Ausstellungsort im Japanischen Palais, dem Porzellanschloss August des Starken, verweist auf die lange Tradition und Leidenschaft für keramische Kunstwerke aus Asien und Europa in Sachsen.

Chungwoo Yoo, Figuren aus der Arbeit „Die Geister des Kriegsrechts“, 2025
© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp

Der Förderpreis und die sich anschließende Ausstellung eröffnen Möglichkeiten für Impulse und Neues im Material Keramik. Dabei erstreckt sich die Bewertung nicht auf ein Einzelstück; vielmehr soll in einer Zusammenschau die momentane künstlerische Qualität des keramischen Schaffens der Teilnehmenden deutlich werden.

Verena Kühn, Soft Touch Vase 2, 2024
© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp

Zu diesem Anlass werden Arbeiten von Richard Bampi, dem Ideengeber des Wettbewerbs, aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums gezeigt, die mit den Wettbewerbsarbeiten in einen Dialog treten. Die zeitgleich in benachbarten Räumen stattfindende Ausstellung „Mythos Handwerk. Zwischen Ideal und Alltag“ beleuchtet die enge Verwobenheit zwischen Kunst und Handwerk, die auch der Arbeit mit dem Material Keramik innewohnt. Der Ausstellungsort im Japanischen Palais, dem Porzellanschloss August des Starken, verweist auf die lange Tradition und Leidenschaft für keramische Kunstwerke aus Asien und Europa in Sachsen. Parallel findet im Obergeschoss die Ausstellung „Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR“ der Porzellansammlung statt. Das Palais bietet damit spannende Einblicke in die jüngere Geschichte der Porzellanmanufaktur Meissen und auf jüngsten Talente der Keramikkunst.

Maya Fenderl, sonicswirl, 2024
© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp

Richard Bampi (1896-1965) zählt zur künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und studierte bei Walter Gropius am Bauhaus. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., die aus seiner Nachlassstiftung den Richard-Bampi-Preis mit einer Prämie von 15.000 € vergeben. In Kooperation mit einem Museum oder einer kulturellen Einrichtung findet alle drei bis fünf Jahre ein Wettbewerb um den Richard-Bampi-Preis statt, an dem sich junge, künstlerisch hochbegabte Keramikerinnen und Keramiker, die selbstständig in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten, beteiligen können.

Thomas Geisler, Direktor der des Kunstgewerbemuseums, SKD, und die die internationale Jury bei der Auswahl der Preisträger für den „Richard-Bampi-Preis 2025“
© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp

Die Preisverleihung

Am 16. August kam eine hochkarätige, internationale Jury in Dresden zusammen, darunter Manon Bursian (Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt), Thomas A. Geisler (Direktor des Kunstgewerbemuseums, SKD), Christiane Mennicke-Schwarz (Leiterin des Kunsthauses Dresden), Helena Sekot (Künstlerin, Gewinnerin des Richard-Bampi-Preises 2022), und Julian Stair (führender britischer Keramikkünstler), um die Gewinnerarbeiten auszuzeichnen.

Die 61 ausgestellten Arbeiten zeigen die Bedeutung der Keramik als Medium mit gestalterischer Raffinesse und Potential für zeitgenössische Auseinandersetzung. Die künstlerische Bandbreite ist facettenreich und reicht von traditioneller Gefäßkeramik bis zu abstrakten, experimentellen Positionen. Zu sehen sind unter anderem opulente, heitere Kunstwerke von Frank Jimin Hopp, poetische Stillleben von Catherine Sanke, konzeptionelle Lösungen bei Lena Becerra, minutiös durchdachte Gruppierungen von Chungwoo Yoo, formal ausgewogene, elegante Gefäße von Alessa Dresel, verspielte Formen und originelle Dekore von Lina Wiedwald.

Lina Wiedwald, Luxusgüter, 2024
© Gesellschaft der Keramikfreunde e.V., Foto: Andreas Greiner-Napp

Die Nominierten sind: Jutta Bauch, Jule Bulant, Alejandra Lena Becerra Draghi, Alessa Dresel, Maya Fenderl, Joshua Grabietz, Frank Jimin Hopp, Verena Kühn, Catherine Sanke, Nico Schipp, Kathrin Schuster, Lina Wiedwald und Chungwoo Yoo.

Japanisches Palais

Palaispl. 11, 01097 Dresden

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr