Gleich zwei Ausstellungen werden im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau für das kommende Halbjahr 2025 eröffnet:
„Ich bin in Schmuckhaft“. Peter Skubic
Zum 90. Geburtstag von Peter Skubic zeigt das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau mit Arbeiten aus dem Nachlass, sowie aus privaten und öffentlichen Sammlungen, einen Überblick entscheidender Werkphasen des 2024 verstorbenen Schmuckmachers.

Er gilt als wichtiger Pionier im zeitgenössischen Schmuck ab den 1960er Jahren, der Stahl als unedles Metall experimentell im Schmuck ergründet. Collagenhaft und skulptural fertigte er Schmuck, der vom Körper in den Raum greift. Sein Schaffen stärkte die Wahrnehmung von Schmuck als künstlerische Disziplin. 2005 wurde er mit dem Goldenen Ehrenring der Gesellschaft für Goldschmiedekunst ausgezeichnet.
Verschlingen. Schmuck von Sophie Hanagarth

Lippen, die Finger umschließen, Zähne, die Handgelenke zu beißen scheinen. Ketten, die Assoziationen zu Peitschen und Hoden zulassen. Zungenküsse aus dunklem, hartem Stahl. Sophie Hanagarths Schmuck ist von Mehrdeutigkeiten und dem Spiel mit Assoziationen geprägt. Mit ihren Arbeiten möchte sie Konventionen befragen, der Kraft von Ironie einen Raum geben und dekorative Normen befragen.
Humor, Provokation, das Sinnliche und die Beziehung von Schmuck zum Körper durchdringen Hanagarths Werk. Die Ausstellung „Verschlingen. Schmuck von Sophie Hanagarth“ im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau zeigt das umfassende Werk der 1968 in Zürich geborenen Künstlerin in allen ihren Schaffensphasen.
Gesellschaft für Goldschmiedekunst e. V.
Altstädter Markt 6
63450 Hanau
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
