Gernot Leibolds Werk zeichnet sich durch zwei Bereiche aus – zum einen fertigte er hochwertigen Juwelenschmuck mit eigener Handschrift, zum anderen entwickelte er künstlerische Arbeiten in hochpräziser Technik. Freude an Glitzerzeug und Passion für unterschiedlichste Materialien waren die Basis für seine Schmuckgestaltung.
Gernot Leibold (1955-2020, geboren in Karlsruhe) bezeichnete sich selbst als Goldschmied und mit einem Augenzwinkern als Ebenisten »mit ausgeprägtem Cardillacsyndrom und einer Leidenschaft für geschlossene Werkgruppen«. In seiner Diplomarbeit 1986 schrieb er: »Nichts auf der Welt hat mich je mehr fasziniert als Schmuck. Bereits als Kind krallte ich mir den Strassschmuck meiner Mutter, dessen Glitzern mich fesselte. Ich konnte nie genug davon bekommen, und so zehrte diese frühe Leidenschaft mein gesamtes Taschengeld auf… Die Begeisterung für Glitzerzeug jeder Art ist mir bis heute geblieben, und jede Anhäufung von Brillanten, egal ob echt oder unecht, lässt diese Leidenschaft wieder aufflammen.«
Nicht nur die Freude an Glitzerzeug, sondern auch seine Passion für das Aufstöbern und Sammeln von unterschiedlichsten, oft farbenfrohen Materialien und Gegenständen, wie Bauklötzchen, Legosteine, Garnrollen, Murmeln, Lüster oder bunte Kunststoffteile, begleiteten ihn ein Leben lang. Es war sein Fundus und die Basis für seine Schmuckgestaltung.
Für eine seiner quadratischen Broschen erhielt Gernot Leibold 2018 den Herbert-Hofmann-Preis.
Die Ausstellung, in der Arbeiten aus dem Nachlass gezeigt werden, richtet den Fokus auf seine künstlerischen Arbeiten sowie auf frühe Stücke, die während seines Studiums in Pforzheim entstanden sind.
In der »Galerie für Schmuck · Kunst · Design in den Schmuckwelten Pforzheim«, die als Ausstellung im Dialog »Genial geometrisch« zeigt, können Stücke aus Gernot Leibolds Nachlass erworben werden.
Jahnstraße 42, 75173 Pforzheim
Öffnungszeiten: Di bis So: 10 bis 17 Uhr | Feiertags: 10 bis 17 Uhr | Heiligabend und Silvester geschlossen

